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Neuartige pflanzliche Lebensmittel durch Neue Züchtungstechniken

Neuartige pflanzliche Lebensmittel durch Neue Züchtungstechniken
Ein Thema, das uns alle interessieren sollte

Neue Züchtungstechniken sind molekularbiologische Verfahren, die zur Entwicklung neuartiger Pflanzensorten eingesetzt werden. Dazu zählen Techniken zielgerichteter Mutagenese, die an bestimmten Stellen im Genom Mutationen hervorrufen. Dadurch können die Funktion von Genen beeinflusst und neue Merkmale in Pflanzen erzeugt werden. Die Technik mit dem größten Potential ist CRISPR/Cas. Aktuell wird dieses Verfahren auch benutzt, um eine Nährwertveränderung in Lebensmitteln zu bewirken - unter anderem die Anreicherung von Thiamin in Reis oder die Entfernung von allergenen Proteinen aus der Erdnuss. Grundsätzlich wird sich die Risikobewertung von CRISPR/Cas-gezüchteten Pflanzen und daraus erzeugten Lebensmitteln mit dem Aspekt einer veränderten Inhaltsstoffzusammensetzung auseinandersetzen müssen. Um Aussagen bezüglich eines Risikos treffen zu können, ist es notwendig den Züchtungsvorgang zu kennen.

Auf dem Gebiet der Züchtung von Kulturpflanzen hat sich ein neuer Begriff etabliert: Neue Züchtungstechniken. Es handelt sich hierbei um verschiedene, molekularbiologische Methoden zum Einsatz in der Pflanzenzucht, die erst in den letzten Jahren Bedeutung erlangt haben. Die Verwendung von Neuen Züchtungstechniken zur Entwicklung neuer Pflanzensorten hat zu vielfältigen Diskussionen geführt. Nicht zuletzt sind davon auch Aspekte der Ernährung und der Lebensmittelsicherheit betroffen. Die Auswahl an Neuen Züchtungstechniken ist immens. Es fallen darunter einerseits Methoden, die sich stark an der klassischen Gentechnik (der Transgenetik) orientieren. Zum Beispiel die sogenannte „Cisgenetik“, bei welcher nur Gene von artverwandten Spezies in einen Organismus (z.B. Pflanze) transferiert werden. Andererseits gibt es die immer bedeutender werdende Gruppe der Methoden der zielgerichteten Mutagenese (und speziell der „Nukleasetechniken“). Anders als bei der klassischen Gentechnik kann mit Hilfe dieser Methoden im Genom eines Organismus ein bestimmter Genlocus angesteuert und an dieser Stelle eine Mutation (Veränderung der DNA) hervorgerufen werden. Die „klassische Gentechnik“ erlaubt dies nicht. Die zielgerichtete Mutagenese wird daher auch als „Genome Editing“ bezeichnet.

Den ganzen Artikel finden Sie in der Ausgabe 1/2019 der Zeitschrift Ernährung aktuell.

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