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Nahrungsergänzungsmittel und Sport

Der Vertrieb von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) ist weltweit zu einem milliardenschweren Markt angewachsen, denn immer mehr Menschen greifen aus gesundheitlichen oder ästhetischen Gründen zu NEM, zunehmend auch Sportler. Im Breitensport nehmen schätzungsweise 50-85% und im Leistungssport 35-100% der Befragten NEM ein. Breitensportlern kann meist nicht zu einer Einnahme aus sportlichen Gründen geraten werden. Hier sollte einzig ein pathologischer Mangel eine Indikation zur Einnahme darstellen. Während die Supplementierung von bestimmten Makronährstoffen (Proteine und Kohlen-hydrate) unter Profisportlern sinnvoll sein kann, zeigt sich für viele Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe) und angeblich leistungssteigernde NEM  nur ein minimaler Effekt und dieser auch nur in bestimmten Situationen und Sportarten. Häufig fehlt ein eindeutiger Wirkungsnachweis jedoch völlig. Unter Umständen können NEM sogar kontraproduktiv und leistungsmindernd sein. Leistungssportler sollten sich auch darüber im Klaren sein, dass NEM auch eine Ursache für positive Dopingtests sein können, da einzelne Bestandteile auf Substanzverbotslisten stehen. Eine Einnahme von NEM sollte in jedem Einzelfall kritisch hinterfragt und mit fachkundigen Personen abgesprochen sein, da NEM kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und Training sind.

Einleitung
Der Umsatz an Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) belief sich deutschlandweit ohne Vertrieb über Internet und spezielle Supplemente-Läden auf ca. 970 Mio. € [1], in seiner Gesamtheit in den USA auf ca. 37 Mrd. US $ [2]. Die Ergebnisse aus Studien zu Wirkungen sind häufig zweideutig mit ungenügender Evidenz. Randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudien werden von den wenigsten Herstellern durchgeführt [3]. Verschiedene Institutionen, wie z. B. das Australian Institute of Sport (AIS), sind daher dazu übergegangen, NEM für Sportler basierend auf Evidenzgrad, Legalität und Unbedenklichkeit in verschiedene Klassen einzuteilen [4]. Ziel dieser Übersichtsarbeit ist es, einen Überblick über die Nutzung von NEM im Breiten- und Leistungssport zu geben. Weiterhin wird auf die aktuelle Forschung zu Sinn und Zweck der meistgenutzten NEM eingegangen und abschließend die Problematiken eines Gebrauchs aufgezeigt. Es sei jedoch explizit darauf hingewiesen, dass keine Empfehlungen und Anleitungen zur Nutzung gegeben werden.

Prävalenz
Der Konsum von NEM ist weit verbreitet. Je nach Definition von NEM, Einnahmehäufigkeit und Jahr der Befragung, sowie dem Alter der Befragten liegt die Prävalenz für den Gebrauch in der Allgemeinbevölkerung bei 16-88 % [5-11]. Gleichzeitig gaben 72 % der Befragten an, dass die Wirksamkeit ihrer Meinung nach wissenschaftlich nicht belegt ist [12] und 58 % waren fälschlicherweise der Meinung, dass NEM keinerlei Nebenwirkungen verursachen können [13].

Den ganzen Artikel finden Sie in der Ausgabe 3/2017 der Zeitschrift Ernährung aktuell.

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