2. Ablauf des Verfahrens zur Verleihung des ÖGE-Gütesiegel

 

Kurzübersicht - Der Weg zum Logo

 

  • Anforderung der Infomappen
  • Durchsicht der Unterlagen
  • Erstinformationsgespräch
  • Zertifizierungswunsch
  • Zusendung des Vertrages
  • Anmeldung zum Audit
  • Vermittlung eines Auditors
  • Überprüfung der Speisenpläne und Audit vor Ort
  • Auszeichnung
  • Gültigkeit

 

2.1. Vorbesprechung
(vor Einleitung des Verfahrens zur Verleihung des ÖGE-Gütesiegels)

 

Im Zuge einer Vorbesprechung werden die Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und technische Details zur Abwicklung der ÖGE-Gütesiegelverfahren besprochen, wie zum Beispiel:

  • Welche Zielgruppe wird im Rahmen der Gemeinschaftsverpflegung versorgt (Kinder, Erwachsene im Berufsleben, Senioren und Seniorinnen)?
  • Handelt es sich dabei um eine Teil- oder Vollverpflegung?
  • Wie viele Menülinien sollen nährstoffoptimiert werden?
  • Vorgehensweise bei der Nährwertberechnung und Erstellung von Zubereitungshinweisen unter Nutzung des Deutschen Bundeslebensmittel-schlüssels (BLS) bzw. Souci-Fachmann-Kraut (SFK) (in der aktuellen Fassung) unter Zuhilfenahme der Nährwertberechnungsprogramme DGEEXPERT, DGE PC professional oder nut.s nutritional software5.
  • Technische Vorgaben bei der Einreichung der Speisenpläne, der Rezepte inkl. der erstellten Nährwertberechnungen und Zubereitungshinweise zur Konformitätsüberprüfung mit den ÖGE-Gütesiegelkriterien.
  • Information über Audits bzw. Nachaudits in den Produktions- bzw. Regenerierküchen, dabei verwendete Checklisten, Bewertungsgrundlagen und Ergebnisermittlung.
  • Vertragsabschluss zwischen der ÖGE und dem Unternehmen mit einer Gültigkeitsdauer von 3 Jahren.

 

2.2. Verfahren zur Verleihung des ÖGE-Gütesiegels

 

  • Das Unternehmen stellt sämtliche, vom Unternehmen den Kriterien des ÖGE- Gütesiegels entsprechend nährstoffoptimierten Speisenpläne, Rezepturen, Zubereitungshinweise und Nährwertberechnungen jener Menülinie(n) zur Verfügung.
  • Konformitätsprüfung der Speisenpläne, Rezepturen, Nährwertberechnungen und Zubereitungshinweise auf der Basis der fachlich-wissenschaftlichen Grundlage durch die ÖGE bzw. durch eine im Unterauftrag beauftragte Person oder Institution.
  • Im Rahmen der Konformitätsprüfung durch unabhängige Auditoren bzw. Auditorinnen festgestellte Abweichungen der eingereichten Speisenpläne, Rezepturen, Nährwertberechnungen und Zubereitungshinweise werden vom Unternehmen entsprechend korrigiert bzw. nachgebessert.
  • Erneute Konformitätsprüfung der vom Unternehmen korrigierten und nachgebesserten Speisenpläne, Rezepturen, Nährwertberechnungen und Zubereitungshinweise durch unabhängige Auditoren bzw. Auditorinnen.
  • Audit in der/den Produktions- und Regenerierküche(n) des Unternehmens durch unabhängige Auditoren bzw. Auditorinnen anhand einer Checkliste inkl. Erstellung eines Auditberichtes.
  • Auf der Basis der Auditfeststellungen in der/den Produktions- und Regenerierküche(n) werden vom Unternehmen Verbesserungsmaßnahmen erstellt.
  • Auf Grund der Ergebnisse des Audits ist bei festgelegten Abweichungen gemäß des Verfahrens zur Verleihung des ÖGE-Gütesiegels ein Nachaudit vor Ort in der/den Produktions- und Regenerierküche(n) des Unternehmens zur Bewertung der umgesetzten Verbesserungsmaßnahmen an Hand einer Checkliste durchzuführen.
  • Erstellen eines zusammenfassenden Berichtes aus den Ergebnissen der Konformitätsprüfung der Speisenpläne, des Audits bzw. Nachaudits durch die ÖGE-Geschäftsführung als Grundlage für die Einleitung des Entscheidungsverfahrens zur ÖGE-Gütesiegelverleihung durch den ÖGE-Vorstand.
  • Prüfung sämtlicher Dokumente, Schriftstücke, Unterlagen, Informations-materialien und Werbemittel durch die ÖGE im Hinblick auf die werbliche Nutzung des ÖGE-Gütesiegels.
  • Entscheidungsverfahren über die ÖGE-Gütesiegelvergabe1 an das Unternehmen.
  • Übergabe eines Dekretes an das Unternehmen2, in dem die Erfüllung der Qualitätskriterien zum ÖGE-Gütesiegel für die zielgruppenspezifische(n) nährstoffoptimierte(n) Menülinie(n) bestätigt wird.

 

2.3. Verfahren zur Aufrechterhaltung des ÖGE-Gütesiegels

Das Verfahren zur Verlängerung des ÖGE-Gütesiegels läuft entsprechend dem Verfahren zur Verleihung des ÖGE-Gütesiegels 1 x pro Kalenderjahr ab.

 


1 Nach Vorliegen sämtlicher Detailergebnisse der Rezeptur-, Speiseplan- und Plausibilitätsprüfung  inkl. jener von durchgeführten Audits bzw. Nachaudits  erfolgt das Verfahren zur Verleihung, Aufrechterhaltung oder Entzug des ÖGE-Gütesiegels  durch den Vorstand der ÖGE.

2 Die Übergabe des Dekretes zum ÖGE-Gütesiegel an das Unternehmen kann im Rahmen eines offiziellen Termins erfolgen, bei dem die Geschäftsführung der ÖGE, der amtierende Präsident der ÖGE und allenfalls der Vorstand der ÖGE anwesend sind. Die Übergabe des ÖGE-Gütesiegels kann auf Wunsch des Unternehmens und nach Zustimmung der ÖGE zu werblichen Zwecken genutzt werden.

 

 

 

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