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Ernährungspyramide

2007

Wenn Knochen brüchig werden Die wichtigsten Ergebnisse aus dem ersten Österreichischen Osteoporosebericht

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Die erste Dekade des neuen Jahrtausends wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderen Gesundheitsorganisationen (u.a. der International Osteoporosis Foundation) dem Thema Knochengesundheit gewidmet und zum „Bone and Joint Decade – Joint Motion 2000 – 2010“ erklärt. Und das zu Recht. Denn Osteoporose stellt vor allem in Industrieländern ein immer größer werdendes gesundheitliches Problem dar, dessen Auswirkungen häufig unterschätzt werden. Außerdem verursacht diese Krankheit auch hohe Kosten für das österreichische Gesundheitssystem.

Osteoporose – eine Knochenerkrankung…

Osteoporose ist eine systemische Erkrankung des Skelettsystems, bei der es zu einer Verringerung der Knochenmasse und einer Veränderung der Mikroarchitektur des Knochengewebes kommt. Die Knochenfestigkeit nimmt dabei deutlich ab, das Risiko, einen Knochenbruch zu erleiden, steigt. Bei einer manifesten Osteoporose brechen Knochen meist ohne ein grösseres Trauma, es reicht oft schon ein Sturz aus dem Stehen oder ein Abstützen mit der Hand beim Aufstehen.

Den ganzen Artikel finden Sie in der Ausgabe 4/2007 der Zeitschrift Ernährung aktuell.

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Histamin in Lebensmitteln – Toxikologie, Gehalte und Aufnahme

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Über Lebensmittel aufgenommenes Histamin kann allergieähnliche Reaktionen und Vergiftungen auslösen. In der Europäischen Union wird zurzeit nur der Histamingehalt für bestimmte Meeresfische geregelt. Als Schwellenwert bzw. Verträglichkeitsgrenze werden in der Literatur zwischen 5 und 25 mg Histamin pro Mahlzeit angeführt. Mit schweren Vergiftungen ist bei Aufnahmemengen von 1000 mg Histamin zu rechnen. Die Gehalte an Histamin in Lebensmitteln unterliegen großen Schwankungen. Generell gilt, dass die Histaminkonzentration mit der Reife- und Lagerungsdauer steigt. Bei Untersuchungen von Produkten des österreichischen Marktes der Jahre 2001 bis 2006 waren meist über 50 % der Proben einer Lebensmittelgruppe ohne bestimmbare Histamingehalte. Für verschiedene Mahlzeiten liegen die geschätzten aufgenommenen Histaminmengen pro Mahlzeit zwischen 0,8 und 225 mg. Für die tatsächliche Histaminwirkung ist ein komplexes Wechselspiel aus Resorption, Abbau, endogener Belastung und additiven Effekten verantwortlich.

Histamin – Vorkommen und Wirkung

Das biogene Amin Histamin ist entweder ursprünglich in verschiedenen Lebensmitteln enthalten oder wird während mikrobieller Stoffwechselvorgänge wie Gärung oder Verderb gebildet.

Die Bildung von Histamin erfolgt durch Decarboxylierung der Aminosäure Histidin. Das zur Decarboxylierung notwendige Enzym Histidindecarboxylase ist in tierischen, pflanzlichen und mikrobiellen Geweben weit verbreitet. Vor allem Bakterien weisen eine hohe Decarboxylaseaktivität auf.

Den ganzen Artikel finden Sie in der Ausgabe 3/2007 der Zeitschrift Ernährung aktuell.

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Cumarin in zimthaltigen Lebensmitteln

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Erfahrungsaustausch zu Exposition und Risikobewertung

Cumarin, ein in zahlreichen Pflanzen vorkommender Stoff, kann unter anderem auch in Zimt in höheren Konzentrationen enthalten sein. Cumarin ist in hohen Dosen leberschädigend.

Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung hat im Oktober 2006 eine Stellungnahme veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass Verbraucher, die zimthältige Lebensmittel verzehren, realtiv hohe Cumarin-Mengen durch Lebensmittel aufnehmen können.

Um einen Überblick über die Exposition der Verbraucher in Österreich durch zimthaltige Lebensmittel zu erhalten, hat das BMGFJ im Herbst 2006 ein Monitoringaktion A 55/2006 veranlasst und in der Folge die AGES mit der Erstellung einer Risikobewertung beauftragt (siehe auch Website der AGES: www.ages.at).

Im Dialog mit VertreterInnen des Verbraucherschutzes und der Wirtschaft wurde Konsens darüber erzielt, dass eine Regelung auf europäischer Ebene anzustreben ist. Die derzeit im Mitentscheidungsverfahren diskutierte EU-Aromenverordnung bietet das geeignete Instrument dafür.

Das BMGFJ hat daher den RIB Vorschlag an die EU-Präsidentschaft und die Europäische Kommission herangetragen und eine Aufnahme von Cumarin in die Verordnung angeregt. In einem überarbeiteten Entwurf vom 24.5.07, der noch auf Ratsebene zu diskutieren ist, ist für Cumarin bereits ein Eintrag vorgesehen.

Zum Erfahrungsaustausch auf internationaler Ebene wurde am 29.5.07 im BMGFJ unter Organisation des Departments für Ernährungswissenschaften der Universität Wien ein Workshop „Cumarin in zimthaltigen Lebensmitteln" abgehalten.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden unter anderem verschiedene methodische Aspekte der Verzehrserhebungen und Risikobewertung beleuchtet und Überlegungen zum Risikomanagement dargelegt. Die Vorträge und das Resümee der Tagung finden sie nachstehend.

 

Allgemeine Aspekte

  • Gefährdungspotential von Cumarin
    PD Dr. K. Abraham, Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin
  • Risikodefinition: Methodische Aspekte
    Ao. Prof. W. Bursch, Medizinische Universität, Wien

Perspektive der Wirtschaft

  • Cumarin – ein Fallbeispiel. Die Sicht der österreichischen Lebensmittelindustrie
    Dr. M. Blass, Fachverband für Nahrungs- und Genussmittel, Wien

  • Cumarin – ein Fallbeispiel. Die Sicht der europäischen Lebensmittelindustrie
    Dr. B. Kettlitz, Dachverband der europäischen Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Brüssel

Expositionsabschätzung

  • Konsum zimthaltiger Lebensmittel in Österreich
    Mag. H. Freisling, Institut für Ernährungswissenschaften, Wien

  • Expositionsabschätzung: Ergebnisse aus Österreich
    Dr. G. Kraus, Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), Wien

  • Expositionsabschätzung: Ergebnisse aus Deutschland
    PD Dr. K. Abraham, Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin

  • Expositionsabschätzung: Ergebnisse aus der Schweiz und daraus abgeleitete Massnahmen.
    Dr. M. Beer, Bundesamt für Gesundheit, Bern

Ansätze des Risikomanagements

  • Risikomanagement – Hintergrund und Dimensionen
    Dr. S. Amann, Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend, Wien, Österreich

 

 

 

 

Kosmopolit und Multitalent Süßlupine Das neue „Soja des Nordens“

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Viele kennen die Lupine nur als farbenprächtige Wildblume, die mit ihren auffälligen Blütenständen Wegränder und Straßenböschungen ziert. Imker schätzen diese Pflanze als Bienenweide, Gärtner als Bodenverbesserer und Landwirte als wertvolle Futterpflanze. In der mediterranen und südamerikanischen Küche spielt die Süßlupine nun schon seit 2000 Jahre eine feste Rolle. Vermehrt sind Produkte mit Süßlupinen auch in den Regalen der heimischen Supermärkte zu finden. Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist diese Hülsenfrucht herzlich willkommen.

Die Lupine, im Deutschen auch Wolfsbohne oder Feigenbohne genannt, gehört botanisch zur Pflanzengattung der Schmetterlingsblütler (Fabaceae), die wiederum eine Unterfamilie der artenreichen Hülsenfrüchtler (Leguminosen) darstellt. Im Gegensatz zur Lupine können viele andere Vertreter der Hülsenfrüchte aufgrund ihres hohen Gehaltes an Saponinen nicht roh verzehrt werden. Bis zu 200 Arten von Lupinen sind heute bekannt, von denen allerdings nur die Süßlupinen von wirtschaftlicher Bedeutung sind. Die meisten wilden Vertreter weisen einen zu hohen Anteil an Bitterstoffen (Alkaloiden) auf und sind somit nicht zum Verzehr geeignet (siehe Tab. 1).

Tab. 1: Die Einteilung der Lupinen nach der Alkaloidkonzentration

Bitter

> 0,06 %

Bitterstoffarm

0,004 - 0,006 %

Bitterstofffrei und damit genussfähig

0,0 - 0,004 %

Quelle: TERNES W, TÄUFEL A, TUNGER L, ZOBEL M. Lexikon der Lebensmittel und der Lebensmittelchemie.

Süßlupine versus Sojabohne

Wie der Österreichische Ernährungsbericht 2003 aufzeigt, sollte weniger tierisches und mehr hochwertiges pflanzliches Eiweiß gegessen werden. Weltweit gesehen zählt die Sojabohne zu den wichtigsten pflanzlichen Eiweißquellen, sie ist reich an ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen und enthält reichlich Vitamine und Mineralstoffe sowie Isoflavonoide. Wenig bekannt ist, dass das Nährstoffprofil der Sojabohne mit den Samen der Süßlupine durchaus vergleichbar ist. Die Süßlupine enthält im Gegensatz zu Soja jedoch keine wertmindernden Inhaltsstoffe wie z.B. Trypsininhibitoren (Es handelt sich dabei um eine Hemmung der Protein spaltenden Enzyme durch Komplexbildung).

Während Süßlupinen ohne gentechnisch verändertes Saatgut angebaut werden, stammen weltweit betrachtet etwa sechzig Prozent der Sojaproduktion aus gentechnisch veränderten Pflanzen. Durch die genetische Vielfalt der Lupinen sind im Gegensatz zu Soja züchterische Erfolge begünstigt und machen den Transfer von Genen daher unnötig. Die Süßlupine bietet hier eine gute Alternative - sowohl für die Ernährung als auch für die nachhaltige Landwirtschaft.

Doch nun ein Blick in das Innere der Bohne (siehe Tab. 2).
Sind die Jubelrufe auf das neue „Soja des Nordens" aus ernährungsphysiologischer Sicht gerechtfertigt?

Tab. 2: Korninhaltsstoffe von verschiedenen Leguminosen, in % der Trockenmasse

Art

Rohprotein

Rohfett

Rohfaser

weiße Süßlupine

38,0

7,6

14,3

gelbe Süßlupine

45,8

4,6

14,7

blaue Süßlupine

40,2

6,6

15,8

Sojabohne

40,4

20,1

6,0

Ackerbohne

29,9

1,6

9,0

Körnererbse

25,9

1,5

6,8

Quelle: www.ufop.de/downloads/Bericht_Lupinen_060307.pdf (Zugriff: 03.04.2007)

  • Die Süßlupine ist als proteinreiches Lebensmittel bekannt. Mit einem Eiweißgehalt von 48 % im ganzen Samen und einem günstigen Aminosäuremuster (essenzielle Aminosäuren1: Lysin und Methionin), lässt die Süßlupine andere Hülsenfrüchte wie Ackerbohnen und Erbsen hinter sich. Durch den Zusatz an Lupinenmehl lassen sich der Anteil essenzieller Aminosäuren und damit die biologische Wertigkeit von Backwaren erhöhen.

Tab. 3: Essenzielle Aminosäuren in ganzen Samen der Süßlupine; in % des Gesamteiweißes

Lysin

6,4 %

Methionin

1,0 %

Quelle: TERNES W, TÄUFEL A, TUNGER L, ZOBEL M. Lexikon der Lebensmittel und der Lebensmittelchemie. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart, 2005.

  • Weiters überzeugt ein hoher Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Linolsäure und Ölsäure. Der Lecithingehalt liegt außerdem weit über dem von Soja.

Tab. 4: Fettsäuren in % des Gesamtfettes

Ölsäure

40,0 %

Linolsäure

49,0 %

Linolensäure

8,0 %

Lecithin

2,2 %

Quelle: TERNES W, TÄUFEL A, TUNGER L, ZOBEL M. Lexikon der Lebensmittel und der Lebensmittelchemie. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart, 2005.

  • In den Schalen findet sich ein für Leguminosen relativ hoher Ballaststoffanteil. Aufgrund ihres hohen Ballaststoffgehalts eignet sich die Süßlupine gut zur Anreicherung ballaststoffarmer Lebensmittel wie z. B. Backwaren.
  • Lupinen sind weiters reich an Vitaminen (Tocopherole, Carotinoide) und Mineralstoffen (4 - 5 %).
  • Die lange Liste an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen führen Phytoöstrogene, Phytosterole und natürliche Antioxidanzien an.

Diätetik

Aktuelle Untersuchungen der Martin Luther Universität Halle Wittenberg und dem Fraunhofer Institut weisen auf cholesterinsenkende Eigenschaften hin, es sind jedoch noch weitere Studien nötig.

Für PatientInnen mit rheumatoiden Erkrankungen ist ihr geringer Gehalt an Harnsäure bildenden Purinen (Adenin und Guanin) mit < 40 mg/ 100g günstig. Ihre komplexen Kohlenhydrate sind als gute Abwechslung für DiabetikerInnen geeignet und mit Lupinenmehl bereitete Speisen sind außerdem eine gute Alternative für Zöliakieerkrankte, da sie kein Gluten (Klebereiweiß im Getreide) enthalten.

Lebensmittelkennzeichnung

Die Zutat "Süßlupine" müssen zukünftig auf dem Lebensmitteletikett angeführt werden. In einem Gutachten der EFSA wurde festgestellt, dass seit einigen Jahren Lupinenmehl dem Weizenmehl für die Herstellung von Backwaren beigemischt wird. Es sind Fälle direkter, manchmal schwerer, allergischer Reaktionen bekannt. Die Problematik dabei: Ein Anteil von < 5 % vom Produktgewicht muss nicht auf der Zutatenliste angeführt werden. Mit einem Prozentsatz von 30 % bis 60 % besteht außerdem ein Kreuzallergierisiko bei Personen mit Erdnussallergie.

Bedeutung in der Landwirtschaft

Wie alle Leguminosen haben auch die Lupinen die Fähigkeit mit Hilfe von so genannten Knöllchenbakterien (Rhizobien) an ihren Wurzeln Stickstoff aus der Luft zu fixieren und machen ihn dadurch biologisch für die Pflanze verfügbar. Die Pflanze nützt diesen zur Bildung von Proteinen und Nukleinsäuren. Durch diese Symbiose ist eine zusätzliche Stickstoffdüngung des Bodens überflüssig. Für den Landwirt bedeutet dies ein wirtschaftliches Plus und für die Umwelt eine Entlastung.

Süßlupinen tragen auch einen Anteil zur Tierfütterung bei. Durch ihren hohen Anteil an Eiweiß eignen sich die Samen der Pflanze gut zur Proteinergänzung in Mischfuttermitteln. Für Schweine und Geflügel wird ein Maximalanteil von 20 % und für Wiederkäuer ein Anteil von 30 % empfohlen.

Die Süßlupine wächst in Europa und wird auch in Österreich angebaut. Betrug die Anbaufläche im Jahr 2004 203 Hektar, waren es ein Jahr später schon 346 Hektar (Statistik Austria, 2005).

Kosmopolit Lupine

Die Tradition der Lupine in der Küche findet man an verschiedensten Plätzen der Erde. Schon vor 2000 Jahren waren Lupinen, neben Quinoa und Mais, das Grundnahrungsmittel der Indianer in Südamerika. Gerne verarbeiteten sie die Bohnen zu „Tarwi", einem traditionellen Eintopfgericht, weiters wurden auch Biere durch den bitteren Lupinengeschmack gewürzt. Da es die bitterstofffreien Sorten erst seit 1927 gibt, musste man früher die Alkaloide durch Auswaschverfahren entfernen. In den 30er Jahren wurden aus der Süßlupine Backmittel und Kaffeesurrogat gewonnen.

Heutzutage werden in Italien, Ägypten und Algerien die gekochten ausgelaugten Samen von Straßenhändlern als Snacks angeboten und in Portugal erfreuen sich „tremocos", in Salzlake eingelegte Lupinensamen, bei Knabberfreunden großer Beliebtheit.

Produkte mit Süßlupinen am heimischen Markt

Im heimischen Handel findet der Konsument mittlerweile eine immer größer werdende Produktpalette mit Lupinen. Lupinenmehl und -schrot werden immer öfter Teig- und Backwaren beigemischt. Sie erhöhen nicht nur den Nährwert, sondern verbessern durch den hohen Gehalt an Carotinoiden (satte Gelbfärbung) auch die optische Wahrnehmung. Er trägt ferner wegen seiner emulgierenden Wirkung tragen sie zur Stabilisierung von aufgeschlagenen Teigen und Rührmassen bei. Ein weiterer positiver Aspekt der Verwendung des Mehls ist der hohe Anteil an antioxidativ wirkenden Inhaltsstoffen, die dadurch die Haltbarkeit der Backwaren auf natürliche Art und Weise verlängert.


Seit Oktober 2005 gibt es von heimischen Nudelherstellern Lupinennudeln und auch beim Bäcker finden sich Spezialbrote mit höheren Lupinenanteilen. Mit Lupinentofu und Lupinenmilch erweitert sich die Palette der Lupinenprodukte und die Grenzen in der Küche werden immer weiter z. B. Süßspeisen, Brotaufstriche, vegetarische Burger, Speiseeis. Im Gegensatz zu Tofu aus Soja, das oft einen „bohnigen" Geschmack aufweisen kann, schmeckt Lupinentofu neutral. Durch geeignete Röstverfahren kann auch koffeinfreier Kaffee produziert werden.

Fazit: Wie aus dem österreichischen Ernährungsbericht von 2003 hervorgeht, werden in Österreich zu wenige Hülsenfrüchte verzehrt. Die Lupine bereichert das Angebot an Leguminosen. Eine Förderung im Bereich der Grundlagenforschung einheimischer Pflanzen und deren Anbau ist daher aus ernährungsphysiologischer Sicht nur wünschenswert.

© ÖGE
 


(1) Essenzielle Aminosäuren kann der Organismus nicht selbst synthetisieren und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden (Valin, Leucin, Isoleucin, Phenylalanin, Tryptophan, Methionin, Threonin, Lysin)
(Elmadfa I, Ernährungslehre. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 2003.)

(2) Die biologische Wertigkeit gibt an, in welchem Ausmaß ein Protein oder Proteingemisch zur Synthese von körpereigenem Protein genutzt werden kann. Hühner-Vollei dient als Referenzlebensmittel und hat die biologische Wertigkeit 100; Lupine: 57,1 -71,0 (Elmadfa I, Ernährungslehre. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 2003.)

 

Weiterführende Literatur:
BIESALSKI K, KÖHRLE J, SCHÜMANN K. Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Thieme Verlag, Stuttgart, 2002.
BREUER, KÖNIGSTEIN. Süßlupinen und deren Produkte für den Einsatz in Backwaren. bmi aktuell, 2002; 3: 2-4.
DIERAUER H, BÖHLER D, ZOLLITSCH W. Lupinen. Merkblatt, BIOErnte Austria, Forschungsinstitut für biologischen Landbau, 2004.
ELMADFA I. Ernährungslehre. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 2003.
TERNES W, TÄUFEL A, TUNGER L, ZOBEL M. Lexikon der Lebensmittel und der Lebensmittelchemie. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart, 2005.
www.uni-heidelberg.de/presse/news06/2601lupi.html(Zugriff: 18.04.2007)
http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2000/320/original/g_lupin.htm(Zugriff: 18.04.2007)
www.ufop.de/downloads/Bericht_Lupinen_060307.pdf(Zugriff: 03.04.2007)
www.swr.de/buffet/teledoktor/-/id=257114/nid=257114/did=1386474/upeoq2/index.html (Zugriff: 04.04.2007)
www.biothemen.de/index.php?go=http%3A//www.biothemen.de/Qualitaet/lupine.html (Zugriff: 03.04.2007)

 

 

 

 

Stevia – eine süße Alternative zu Zucker?

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Steviosid ist ein rein pflanzlicher Süßstoff, der den derzeit zugelassenen Süßstoffen in absehbarer Zeit ernsthafte Konkurrenz machen könnte. Im Gegensatz zu einigen asiatischen und südamerikanischen Staaten ist Steviosid jedoch in Europa nicht zugelassen, da die gesundheitliche Unbedenklichkeit nicht ausreichend bestätigt werden konnte. Obwohl Stevia zur Zeit nicht als Lebensmittel zu Süßungszwecken verkauft werden darf, ist es in Österreich zum Beispiel über das Internet als Kosmetikum oder Zierpflanze getarnt problemlos erhältlich. Ein kurzer Überblick über Studienergebnisse, gesundheitliche Wirkungen und die aktuelle rechtliche Situation sollen helfen, etwas Klarheit in die Thematik zu bringen.

Ursprung und Botanik

Historisch gesehen wurde Stevia rebaudiana vermutlich schon im 16. Jahrhundert zum Süßen von Tee in Paraguay genutzt. Die Pflanze wird seit 1940 in Südamerika und seit 1970 in Asien kultiviert und angebaut. Botanisch betrachtet gehört sie zur Familie der Asteraceaen (Korbblütler) und ist eine aus Südamerika stammende Staudenpflanze, deren Blätter die süß schmeckenden Stevioside enthalten.

Chemie und Eigenschaften

Als Kriterien für die kommerzielle Bewertung von Süßstoffen gelten Geschmack, Sicherheit, Löslichkeit, Stabilität und natürlich der Preis. Da die gesundheitlichen Aspekte bei synthetischen Süßstoffen in der Vergangenheit immer wieder kontrovers diskutiert wurden, führte dies zu einer Suche nach natürlichen Alternativen mit hoher Süßkraft, die gesundheitlich unbedenklich, preisgünstig und technologisch einfach herstellbar sind.

Steviosid wird aus den Blättern der Stevia rebaudiana als weißes, kristallines Pulver isoliert und gereinigt. Die Blätter enthalten natürlicherweise eine komplexe Mischung von acht süßen diterpenen Glykosiden, einschließlich Steviosid. Steviosid ist in 0,4 %iger Lösung etwa 300mal so süß wie Rübenzucker. Abhängig vom Herstellungsverfahren entwickelt es nach Aussage von Herrn Dr. Udo Kienle (Institut für Agrartechnik der Universtität Hohenheim) einen bitteren Beigeschmack. In der Mischung mit anderen Zuckern oder Süßstoffen wirken Steviol-Glykoside als Geschmacksverstärker. Fraglich ist auch, ob und in welcher Konzentration Stevioside von der Bakterienflora im Mund sowie im Dünndarm aufgenommen werden. Im Unterschied zu Saccharose besitzen sie nur einen geringen Nährwert (4,2 Kcal/200g) und weisen vermutlicherweise keine kariogenen Eigenschaften auf. Spätestens im Dickdarm des Menschen wird Steviosid durch Anwesenheit von Bakterien zu Steviol abgebaut. Steviol wird absorbiert und vor allem über die Galle in konjugierter Form ausgeschieden und reabsorbiert. Zusätzlich erfolgt die Ausscheidung über den Urin und zu 95 % über den Fäzes.

 

 

 

Neue EU-Auflagen für Lebensmittelwerbung, Jän. 07

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Kompromiss bei gesundheits- und nährwertbezogenen Angaben

Im Mai 2006 wurde im EU-Ministerrat ein Kompromiss über die heftig diskutierten gesundheits- und nährwertbezogenen Angaben beschlossen. Nahrungsmittelhersteller dürfen nach in Kraft treten der Verordnung nur mehr dann mit dem gesundheitlichen Nutzen ihrer Produkte werben, wenn deren Salz-, Zucker-, und Fettgehalt noch bestimmte Höchstwerte unterschreitet.

Nährwertbezogene Angaben sind künftig auch dann gestattet, wenn höchstens einer der drei heiklen Nährwerte (Salz, Zucker, Fett) seinen Grenzwert überschreitet. Dies muss dann jedoch auf dem Etikett deutlich und sichtbar angeführt werden. Gestattet sind nur nährwertbezogene Angaben, die im Anhang der Verordnung aufgelistet sind, wie z. B. „ballaststoffreich", „ohne Zuckerzusatz" und „eiweißreich".

Die neue EU-Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben sieht weiters auch die Festlegung von spezifischen Nährwertprofilen für Lebensmittel und/oder bestimmte Lebensmittelkategorien vor. Neben einem erwünschten Nährwertprofil müssen die beworbenen Lebensmittel bestimmte spezifische Eigenschaften aufweisen. Beispielsweise dürfen nur solche Produkte als „ballaststoffreich" bezeichnet werden, die mindestens 6g Fasern je 100g enthalten.

Zulässig sind nur solche Angaben, die die Europäische Kommission binnen drei Jahren nach dem In-Kraft-Treten der neuen Bestimmungen mit Hilfe der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit in einer Positivliste zusammenstellt. Bis dahin dürfen die derzeit gängigen gesundheitsbezogenen Angaben weiter verwendet werden.

 

 

 

Mit Hilfe der ÖGE Schlankheitsdiäten bewerten (3/07)

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ÖGE-Checkliste für seriöse Schlankheitsdiäten:

Die Checkliste der ÖGE dient als Orientierungshilfe bei der Auswahl der richtigen Diät. Können alle angeführten Punkte mit "ja" beantwortet werden, handelt es sich um ein emfpehlenswertes Gewichtsreduktions-Programm.

Seriöse Diäten/Gewichtsreduktions-Programme:

  1. sind abwechslungsreich, machen satt und schmecken
  2. vermitteln Genuss und Freude am Essen
  3. berücksichtigen persönliche Vorlieben und Abneigungen
  4. kennen keine Verbote
  5. vermitteln einen neuen Ess- und Lebensstil, den man auf Dauer halten kann: weniger Fett, weniger Zucker, weniger Alkohol, mehr Bewegung
  6. versprechen keinen raschen Erfolg
  7. geben geringe Vorgaben zum Gewichtsverlust (z. B. ½ kg pro Woche)
  8. legen Wert darauf, dass das Gewicht langfristig gehalten wird
  9. vermitteln grundlegendes Ernährungswissen
  10. haben einen integrativen Ansatz, basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und sind evaluiert

Das persönliche "Wohlfühlgewicht" lässt sich leicht mit einer gesunden, genussorientierten Ernährungsweise und ausreichend viel Bewegung und Entspannung halten. Hingegen können extreme Schlankheitsdiäten langfristig nicht bei Übergewicht helfen. Dies ist durch eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen belegt.

"Ich nehme ab" - Abnehmen und Wohlfühlen mit dem Dauerprogramm der DGE

Bei der ÖGE ist das evaluierte Gewichtsreduktions-Programm der DGE „Ich nehme ab" erhältlich; dieses ist als Selbsthilfe-Manual konzipiert und wurde auch vom österreichischen Verein für Konsumenteninformation (VKI) beim großen "Diäten-Test" als "sehr gut" bewertet.

Das Trainingsprogramm liefert kein spektakuläres Diätkonzept, bei dem die Kilos nur so purzeln. Es dient vielmehr einer schrittweisen Umstellung des Ernährungsverhaltens und dem damit verbundenen Gewichtsverlust. Oberstes Ziel ist die dauerhafte Gewichtsreduzierung und damit eine bessere Gesundheit.

Das Programm setzt neueste wissenschaftliche Erkenntnisse um, baut auf langjährige praktische Erfahrungen auf und verbindet Ernährungsumstellung mit Bewegung und Entspannung. Als Selbsthilfe-Manual entwickelt, richtet es sich an Übergewichtige mit einem BMI zwischen 25 und unter 35. Sowohl in Eigenregie als auch unter fachkundiger Anleitung in der Gruppe kommt "ICH nehme ab" zum Einsatz.

Grundlage ist eine kohlenhydratreiche, fettarme Ernährung. Es gibt keine festen Speisepläne und keine Vorschriften, sondern Anregungen. Zusätzlich inspiriert ein umfangreiches Rezeptheft das Essen nach persönlichen Vorlieben zusammenzustellen - denn der Genuss darf nicht zu kurz kommen.

 

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Food Literacy – Autonom durch den Ernährungsalltag

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„Food Literacy“ steht für die Fähigkeit eines Menschen, den Ernährungsalltag selbstbestimmt, verantwortungs- bewusst und genussvoll zu gestalten. Dies beinhaltet die bewusste Wahrnehmung des persönlichen Essverhaltens, die Kenntnis der verschiedenen Einflüsse auf das Essverhalten, das Wissen über Ernährung und Lebensmittel, deren Zusammensetzung, Erzeugung und Verarbeitung sowie deren Einflüsse auf die Gesundheit. Nicht zuletzt geht es dabei auch um die Fähigkeit, sich Genuss und Geschmack hingeben zu können und Freude am Essen zu entwickeln.

Das Wort „Literacy" bezeichnet grundsätzlich die Fähigkeit, mit Sprache umgehen zu können, eine grundlegende Lese- und Schreibkompetenz zu besitzen, die auch Sinnverstehen und Freude am Lesen beinhaltet. Im weiteren Sinn ist dieser Begriff vielseitig einsetzbar: computer literacy, health literacy und neuestens auch food literacy.

Da der Begriff alleine jedoch noch keine Berge versetzt, wurde daraus ein bedeutendes neues EU-Projekt, an dem zwölf Institutionen aus acht verschiedenen EU-Ländern beteiligt sind. Österreich ist dabei mit drei Institutionen vertreten: dem BEST Institut für berufsbezogene Weiterbildung und Personaltraining, der Initiative Geschmacksbildung in Kooperation mit Slow Food Wien und dem Verlag Gesundheit in Leopoldsdorf.

Der Weg zum Erfolg

Im Rahmen dieses Projekts wird versucht, in Kursprogrammen der Erwachsenenbildung, das Thema Ernährung groß zu schreiben - und zwar ganz anders als in bisherigen Kampagnen:

Anstatt die Ernährungskommunikation nur auf Gesundheit und naturwissenschaftliche Erkenntnisse auszurichten, stehen Kultur, Gemeinschaftserlebnisse, Lebensfreude und Genuss im Vordergrund. Damit sollen, durch allgemein zugängliche Schulungs- und Beratungsangebote, auch sozial benachteiligte, bildungsferne Gruppen erreicht werden. Anders als bei traditioneller Ernährungsberatung gibt es nicht einen Experten, der Ratschläge erteilt. Vielmehr werden die Menschen selbst zu Experten ihres eigenen (Ernährungs-)Alltags, da die Informationen nicht von oben herab gesendet, sondern gemeinsam erarbeitet werden.

Analphabeten der Ernährung?

Erklärtes Ziel ist es, die Kluft zwischen den steigenden Anforderungen im Ernährungsalltag (unüberschaubares Angebot, mehr Werbung, Außer-Haus-Konsum, ...) und den sinkenden Ernährungskompetenzen (Wissen über Zusammensetzung, Zubereitung, Lagerung der Nahrung u.v.m.) zu überbrücken.

Die Zielpersonen sollen trotz Stress im Alltag, fehlender Ernährungsbildung in Familie, Kindergarten und Schule, sowie veränderten Rollenbildern (Single-Haushalte, Patchwork-Familien, usw.) die Fähigkeit erwerben, aus dem Überangebot an Lebensmitteln richtig auszuwählen und sich Basisfertigkeiten wie die Zubereitung von Mahlzeiten aus frischen, saisonalen Lebensmitteln, aneignen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Wichtig ist, dass das „gesunde" Essen nicht die Hauptrolle spielt, sondern nebenher abläuft, beispielsweise in Sprachkursen für Migranten, wo es dazu dienen kann, kulturelle und soziale Unterschiede zu überwinden (Essen ist ein sehr emotionales Thema, das alle gleichermaßen betrifft). Das Thema Essen kann motivieren und den Lernerfolg erhöhen - und ganz nebenher lernen die Kursteilnehmer, bewusster mit Ernährung umzugehen.

Auf der Website von Food Literacy (http://www.food-literacy.org/) findet man neben detaillierten Informationen zum Projekt auch ein Handbuch mit Toolbox, also die praktische Arbeitsanleitung zur Integration von Food Literacy in den jeweiligen Kurs.

Wer das Thema Ernährung gerne einmal von seiner integrativen Seite beleuchten möchte und sich nicht vor Gemeinschaftsspielen (mit den Titeln „Gedeckte Tafel" oder „Karottenpantomime") und ähnlich unkonventionellen Methoden scheut, wird an diesem Projekt seine wahre Freude haben.

Quellen:

 

 

 

Epigenetik - Überraschend starke Einflüsse von Ernährung, Lifestyle und Umwelt auf das Genom und seine Vererbung

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Vielfältige erbliche Dispositionen für komplexe Erkrankungen stehen im Brennpunkt der Forschung, des öffentlichen Interesses und zunehmend analytischer Anwendungen. Nun zeigen aber neue wissenschaftliche Erkenntnisse, dass Umwelt-, Lifestyle- und Ernährungsfaktoren stärker als gedacht unsere Gesundheit beeinflussen und sogar epigenetisch vererbt werden können.

Die Sequenzierung des menschlichen Erbguts hat das Verständnis für die genetischen Grundlagen der Gesundheit revolutioniert. Fast täglich erreichen erstaunte und oftmals überforderte KonsumentInnen wie WissenschaftlerInnen neue Forschungsergebnisse über genetische Ursachen von Erkrankungen oder Verhaltenseigenschaften. Oftmals hohe Korrelationen von Ernährung mit einzelnen Krebsformen werden so in den EU-weiten EPIC-Studien beschrieben [1]. Ernährung und Lifestyle-Faktoren nehmen Einfluss auf die Expression wichtiger Enzyme [2] und Arbeiten aus dem Bereich Nutrigenetik beschreiben die Konsequenzen genetischer Polymorphismen (oftmals single nucleotide polymorphisms, SNPs) – etwa des „Insulin-like growth factors“ in der Rolle von Adipositas auf die Entwicklung von Dickdarmkrebs [3] – oder die Effekte mehrerer SNPs bei der Disposition von RaucherInnen für Brustkrebs [4].

Metaanalysen dieser Ergebnisse zeigen allerdings eine oftmals nur schwache Penetranz dieser ererbten Faktoren und deshalb zumeist nur geringe Einflüsse auf Erkrankungen, wenn nicht spezielle Umwelteinflüsse wie z. B. Ernährung diese verstärken [5]. Die Anwendung prädiktiver genetischer Tests für derartige ererbte Dispositionen bei komplexen polygenetischen Erkrankungen wie etwa für Typ-2-Diabetes, werden deshalb zumeist weiterhin kritisch beurteilt bzw. es werden deutliche Verbesserungen gefordert [6] [7] [8].

Verwirrung schafft oft die undeutliche sprachliche Unterscheidung zwischen genetischen und erblichen Faktoren. Während wohl in allen gesundheitsrelevanten Aspekten Proteine und die dazu gehörenden Gene eine Rolle spielen, so ist die erbliche Komponente von Erkrankungen öfters weniger entscheidend als spontane Krankheitsursachen. Aus diesem Grund wird auch vehement eine Präzisierung der Terminologie gefordert [9].

Eine Unterscheidung zwischen erblichen und Umwelt- oder Ernährungsfaktoren – Grundlage vieler Konzepte der Evolution oder der Gesundheitspolitik – verlangen auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Ergebnisse aus der Epigenetik zeigen einen unvermutet starken Einfluss von Umweltfaktoren, der Ernährung oder des Lebensstils auf die Gesundheit des Menschen als auch seiner Kinder und deren Nachkommen.


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Essstörungen Warum kann essen zum Problem werden?

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„Wer abnimmt, verliert mehr als nur ein paar Kilos“ lautet ein Slogan der aktuellen österreichweiten Aufklärungs- und Sensibilisierungs- kampagne von sowhat – Institut für Menschen mit Essstörungen in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend und dem Wiener Programm für Frauengesundheit. Unter dem Motto „S-O-ESS“ wurde eine Initiative gegen Essstörungen in Zusammenarbeit mit Medien, Wirtschaft, Mode, Werbung und Industrie gestartet, die sich um die Korrektur unrealistischer Frauen-Vor-Bilder bemüht. „Lust auf Leben“, „Body Talk“ oder „Happy Pretty Girls“ lauten Angebote von Frauengesundheitszentren zur Prävention von Essstörungen. Lag in der Vergangenheit der Fokus auf Behandlung und Therapie von Essstörungen, gewinnt heute die Prävention immer mehr an Bedeutung. Die Fragestellungen lauten: Warum bekommt jemand eine Essstörung oder warum nicht? Welche Rolle spielen Schönheits- und Schlankheitsideale? Und können Essstörungen verhindert werden?

Essstörungen - die Krankheitsbilder

Essstörungen sind ein komplexes Problem mit einer Vielzahl an Ausprägungen, wobei der Übergang von normalem zu gestörtem Essverhalten bis hin zum süchtigen Verhalten fließend ist.
Für eine umfassende medizinische und psychologische Diagnose werden die 10. Auflage der „International Classification of Mental Disorders (ICD-10)" oder die „Kriterien des diagnostischen und statistischen Manuals psychischer Störungen (DSM-IV)" der American Psychiatric Association herangezogen. Diese Kriterien alleine werden jedoch der Multidimensionalität von Essstörungen nicht gerecht, da soziale, familiale und soziokulturelle Gesichtspunkte nicht berücksichtigt werden.

Den ganzen Artikel finden Sie in der Ausgabe 2/2007 der Zeitschrift Ernährung aktuell.

Nähere Informationen zu den ABO-Bedingungen finden Sie hier.

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7 Stufen zur Gesundheit –
die Österreichische Ernährungspyramide

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