A
A
A

Ernährungspyramide

Atherosklerose (Arterienverkalkung, Arteriosklerose)

mehr Info

Eine sehr häufige Form der Herz-Kreislauf-Krankheiten ist die sogenannte Atherosklerose. Ausgelöst wird sie durch verschiedene Faktoren, wie Fettablagerungen, Bindegewebswucherungen oder Verkalkungen, welche zu einer Verdickung und Verhärtung der Blutgefäße führen, wobei dann Durchblutungsstörungen die Folge sind. Diese können im schlimmsten Fall in einem Herzinfarkt, Schlaganfall etc. münden.

Ursachen/Hauptrisikofaktoren

Beeinflussbare Faktoren:

Nicht beeinflussbare Faktoren:

  • Familiäre Veranlagung
  • Geschlecht (männlich)
  • Alter

[Quelle: Leitfaden Ernährungsmedizin, Koula-Jenik H et al]

Die Ernährung spielt bei der Entstehung dieser Krankheit eine sehr wesentliche Rolle. Zu viel Energie und Fett - besonders gesättigte Fettsäuren - begünstigen die Entstehung von Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Hypertonie, Diabetes mellitus etc.; diese Faktoren wiederum fördern die Arteriosklerose. Die Einnahme von Anabolika durch Sportler stellt ebenfalls eine Gefahr dar.

Homocystein - neuer Risikofaktor in Diskussion

Bei einem erhöhten Homocysteinspiegel (Homocysteinämie) tritt bereits im frühen Lebensalter Atherosklerose gehäuft auf. Der genaue Mechanismus ist noch nicht bekannt. Es gibt jedoch Hinweise, dass ein erhöhter Homocysteinspiegel auch mit einem Mangel an Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure im Zusammenhang steht. Wird die Zufuhr dieser drei Vitamine im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung erhöht, kann ein Rückgang des zu hohen Homocysteinspiegels beobachtet werden. Der reichliche Verzehr von Vollkornprodukten, auch Weizenkleie, grünes Gemüse und Obst, Nüssen und die Zurückhaltung bei Bohnenkaffee und Alkohol wirken sich somit positiv aus. Auch bei Nierenerkrankungen ist ein erhöhter Homocysteinämie zu beobachten.

Wie kann das Risiko einer Atherosklerose im Rahmen der Ernährung gesenkt werden?

Dazu sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Normalisierung des Körpergewichts
  • Verminderung der Aufnahme von gesättigten Fettsäuren (in fettreichen Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukten,...) und Transfettsäuren (häufig in Produkten von Schnellimbissrestaurants, Fertigprodukten, Knabberwaren vermehrt vorkommend, wenn hydrierte bzw. gehärtete Fette verwendet werden)
  • Erhöhung des Anteils an ungesättigten Fettsäuren, wie z.B. in Hering, Makrele, Lachs, Olivenöl, Rapsöl, Nüsse,...
  • Erhöhung des Anteils an komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen, durch Verzehr von z. B. Getreidevollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Obst und Gemüse
  • Abwechslungsreiche und vielseitige Obst- und Gemüsewahl (günstige Auswirkung durch Antioxidantien und Folsäure)

 

© ÖGE

Diabetes mellitus Typ 1

mehr Info

Entstehung

Typ 1 Diabetes betrifft meist junge Menschen und kommt seltener vor als Typ 2 Diabetes. Bei seiner Entstehung sind Virusinfektionen beteiligt, welche bei entsprechender Veranlagung eine Autoimmunreaktion auslösen. Dabei zerstört das körpereigene Immunsystem die insulinproduzierenden Beta-Zellen im Pankreas. Diese Zerstörung führt nach und nach zu einem zunehmenden Insulinmangel. Sobald 80-90% der Beta-Zellen zerstört sind, manifestiert sich der Typ 1 Diabetes.

Symptome

Charakteristische Symptome des Typ 1 Diabetes ist eine ausgeprägte Gewichtsabnahme, ständiges Durstgefühl, vermehrtes Harnlassen, Müdigkeit oder aber auch Konzentrationsstörungen.

Insulinmangel

Fehlendes Insulin bewirkt, dass Glukose nicht mehr in die insulinabhängigen Gewebe und Zellen aufgenommen werden kann. Dies hat zur Folge, dass Glukose innerhalb der Zellen als Energielieferant fehlt und es zu einer Erhöhung im Blut führt. Der hohe Glukosegehalt im Blut kann durch die Niere nicht mehr ausreichend gefiltert werden, die sogenannte Nierenschwelle wird bei Blutzuckerwerten ab 160 mg/dl überschritten und die Glukose erscheint im Urin, was wiederum einen erhöhten Verlust von Wasser zur Folge hat. Da den Zellen und Organen die Glukose als Energielieferant fehlt, werden vermehrt Fette und Proteine abgebaut. Durch diesen verstärkten Abbau entstehen Ketonkörper, welche zu einer Übersäuerung, der sogenannten Azidose führen können.

Insulintherapie

Als lebensnotwendiger Hormonersatz wird bei Typ 1 Diabetikern die Insulintherapie angesehen. Als Therapieziel gelten vor allem die Prävention von verminderter Lebensqualität aufgrund der chronischen Erkrankung, das Verhindern von metabolischen Entgleisungen sowie die Prävention mikro- und makroangiopathischer Komplikationen.

Die Insulintherapie soll Diabetikern eine nahe-normoglykämische Ausgangssituation schaffen, ohne dass die Lebensqualität aufgrund vieler Einschränkungen im Tagesablauf gesenkt wird.

Als Surrogatparameter für die Therapieziele gelten das Blutzuckertagesprofil und der HbA1c Wert.

HbA1c-Zielwerte: < 6,5 %

Blutzuckerzielwerte: Zur entsprechenden Anpassung der Insulintherapie ist die Kontrolle der Glukosewerte durch den Diabetiker eine grundlegende Voraussetzung. Als Therapieziele bei Typ 1 Diabetes gelten im Rah­men der Selbstkontrollen Glukosewerte von 80 und 110 mg/dl nüchtern bzw. vor den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen 110 bis 130 mg/dl. Die postprandialen Blutglukose-Werte (Bestimmung 2 h nach Einnahme einer Mahlzeit) sollten unter 140 mg/dl liegen.

(http://www.oedg.org/oedg_leitlinien.html)

 

Ernährung bei Diabetes mellitus Typ 1

Auch bei Diabetes mellitus steht eine ausgewogene, vollwertige Mischkost im Vordergrund und es gelten die allgemeinen Richtlinien einer gesunden Ernährung.

  • Bedarfsgerechte Energiezufuhr (mehrere kleinere Portionen)
  • Richtiges Nährstoffverhältnis (55% Kohlenhydrate, 30% Fett, 15% Eiweiß)
  • Gesamtfettaufnahme senken und auf die Fettqualität achten - mehrfach ungesättigte Fettsäuren bevorzugen, gesättigte Fettsäuren meiden
  • Kohlenhydrat-, mineral- und ballaststoffreiche Kost (Vollkornprodukte sind besonders geeignet)
  • Geringe Cholesterinzufuhr
  • Einschränkung des Alkoholkonsums (Männer: max. 0,5l Bier oder 0,25l Wein; Frauen: max. 0,25l Bier oder 1/8l Wein)

Kohlenhydratreiche Lebensmittel, die bevorzugt werden sollten:

  • Getreide und Getreideprodukte
  • Kartoffeln
  • Hülsenfrüchte, Mais
  • Milch und Milchprodukte (fettarm!)
  • Obst und Obstsäfte
  • Div. Gemüsesorten und Gemüsesäfte

Gemieden werden sollten:

  • Zucker und Zuckerwaren: Haushaltszucker, Schokolade, Bonbons, Marmelade, Honig,...
  • Zuckerhältige Milchprodukte: herkömmliches Fruchtjoghurt, Topfencremespeisen, Eis, ...
  • Backwaren: Mehlspeisen, Kekse, Krapfen, ...
  • Getränke: Limonaden, Fruchtsäfte, Liköre, ...
  • Dörrobst, gezuckertes Dosenobst, ...

Speziallebensmittel für Diabetiker sind überflüssig.

 

Broteinheiten

Bei Typ 1 Diabetes von großer Bedeutung ist die täglich aufgenommen Kohlenhydratmenge, da diese mit dem zuzuführenden Insulin abgestimmt werden muss. Als Hilfsmittel dienen hier die sogenannten Broteinheiten (BE).

Eine Broteinheit entspricht in etwa 10 – 12 g Kohlenhydrate. In speziellen Tabellen ist aufgeführt, wie viel Mengen eines Nahrungsmittels einer BE entsprechen. Wird die Menge der Broteinheiten falsch eingeschätzt, hat dies eine falsch berechnete Insulinmenge zur Folge und dadurch Auswirkungen auf die Blutzuckerwerte.

 

Beispiele für BE- Tabellen finden Sie unter diesen Links:

http://www.diabetes-news.de/info/be/index.html

 

© ÖGE

Diabetes mellitus Typ 2

mehr Info

Bei Diabetes mellitus Typ 2 handelt sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung. Das blutzuckerregulierende Hormon Insulin ist entweder in zu geringen Mengen vorhanden oder dessen Wirkung ist gestört. Folglich kann Glukose (Traubenzucker) nicht mehr ausreichend bzw. gar nicht mehr als Energielieferant in z.B. Muskelzellen aufgenommen werden. Bei längerfristig schlecht eingestelltem Diabetes mellitus werden Schäden an Blutgefäßen und Nervensystem verursacht. Um dies zu verhindern ist der ständige Kontakt zum Arzt notwendig.

Die Krankheit wird durch einen erhöhten Blutzuckerwert im Rahmen einer Blutabnahme festgestellt. Ein Diabetes mellitus liegt vor, wenn wiederholt Blutglucosekonzentrationen im Vollblut nüchtern ≥ 126 mg/dl oder nach Glucosebelastung ≥ 200 mg/dl auftreten.

Weltweit hat sich indessen eine Diabetesepidemie ausgebreitet; in den österreichischen Krankenhäusern wurden 2001 rund 43.000 Frauen und Männer mit der Diagnose Diabetes mellitus behandelt. Tendenz steigend - besonders bei Kindern.

1999 wurde im Rahmen einer Erhebung durch die Statistik Austria festgestellt, dass in diesem Jahr rund 167.000 Menschen in Österreich an Diabetes mellitus (Typ 1 und 2) erkrankt sind, bis zum Jahre 2050 rechnet man mit mehr als 80.000 Neuerkrankungen. (Österreichischer Diabetesbericht 2004)

Ursachen/Hauptrisikofaktoren

  • Alter: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken.
  • Genetische Anlage: spielt eine Rolle; das genaue Ausmaß ist jedoch noch unklar.
  • Adipositas/Übergewicht
  • Metabolisches Syndrom
  • Lebensstilfaktoren
    • ERNÄHRUNG
    • Alkohol
    • Rauchen
    • Bewegungsmangel
  • Niedriges Geburtsgewicht

[Quelle: Österreichischer Diabetesbericht 2004]

Was müssen Diabetes mellitus Typ 2-Patienten bei der Ernährung beachten?

Grundsätzlich wird Diabetikern keine andere Ernährung als der gesunden Bevölkerung empfohlen. Wenn Familie und Freundeskreis sich ausgewogen ernähren, ist eine Unterscheidung im Ernährungsverahlten nicht notwendig.
Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung sind folgende Punkte zu beachten:

  • Bedarfsgerechte Energiezufuhr (mehrere kleinere Portionen)
  • Richtiges Nährstoffverhältnis (55% Kohlenhydrate, 30% Fett, 15% Eiweiß)
  • Gesamtfettaufnahme senken und auf die Fettqualität achten - mehrfach ungesättigte Fettsäuren bevorzugen, gesättigte Fettsäuren meiden
  • Kohlenhydrat-, mineral- und ballaststoffreiche Kost (Vollkornprodukte sind besonders geeignet)
  • Geringe Cholesterinzufuhr
  • Einschränkung des Alkoholkonsums (Männer: max. 0,5l Bier oder 0,25l Wein; Frauen: max. 0,25l Bier oder 1/8l Wein)

Kohlenhydratreiche Lebensmittel, die bevorzugt werden sollten:

  • Getreide und Getreideprodukte
  • Kartoffeln
  • Hülsenfrüchte, Mais
  • Milch und Milchprodukte (fettarm!)
  • Obst und Obstsäfte
  • Div. Gemüsesorten und Gemüsesäfte

Gemieden werden sollten:

  • Zucker und Zuckerwaren: Haushaltszucker, Schokolade, Bonbons, Marmelade, Honig, ...
  • Zuckerhältige Milchprodukte: herkömmliches Fruchtjoghurt, Topfencremespeisen, Eis, ...
  • Backwaren: Mehlspeisen, Kekse, Krapfen, ...
  • Getränke: Limonaden, Fruchtsäfte, Liköre, ...
  • Dörrobst, gezuckertes Dosenobst, ...

Speziallebensmittel für Diabetiker sind überflüssig.

 

© ÖGE

Dyslipidämie - Fettstoffwechselstörungen

mehr Info

Cholesterin und Fette - Funktionen im Körper

Cholesterin und Fette erfüllen in unserem Körper lebenswichtige Funktionen. Sie transportieren fettlösliche Vitamine, versorgen periphere Organe und sind Ausgangsstoffe für Gallensalze, Vitamin D und andere wichtige Stoffe. Da Fett jedoch nicht wasserlöslich ist, sind sogenannte Lipoproteine (Eiweiße) notwendig, die das Fett im wässrigem Blut transportieren. Je nach Fettgehalt (Fettmenge, Fettart) und Größe dieser Transportproteine unterscheidet man verschiedene Untergruppen: Chylomikronen, VLDL, IDL, Lipoprotein (a), LDL und HDL.
 

Herz-Kreislauf-Erkrankungen / Atherosklerose

Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen in Österreich zu den häufigsten Todesursachen. Lagern sich Fette, Bindegewebe und Kalk in den Blutgefäßen ab, kommt es zu Plaquebildung. Dann verengen sich die Gefäße und es drohen Gefäßverschlüsse.

Bei der Atherosklerose kommt es an den Gefäßwänden zu Ablagerungen von Blutfetten, Bindegewebe oder Kalk. Diese sind oft Folge zu hoher Cholesterinwerte im Blut, insbesondere einer hohen Konzentration des sogenannten LDL-Cholesterins (low-density liporprotein). Die Gefäße verlieren ihre Elastizität. Bilden sich dann Gerinnsel (Thromben), kann es zu einem Gefäßverschluss und in der Folge zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen. Gelingt es, das LDL-Cholesterin zu senken, reduziert sich auch das Risiko für koronare Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Das sogenannte „gute“ HDL-Cholesterin löst Cholesterinmoleküle aus den Gefäßen, transportiert diese zur Leber und schützt dadurch die Gefäße. Besonders wichtig ist dieser Wert bei Patienten mit metabolischem Syndrom oder Typ 2-Diabetes oder bei Patienten, bei denen trotz adäquater Senkung des LDL-Cholesterins ein kardiovaskuläres Ereignis aufgetreten ist. Man geht davon aus, dass im Normalfall bei Männern das HDL-Cholesterin über 45 mg/dl sein sollte, bei Frauen über 50 mg/dl.

Ursachen/Hauptrisikofaktoren

  • Genetische Veranlagung
  • Verschiedene Erkrankungen (Adipositas, Essstörungen, Chronische Niereninsuffizienz, Hepatitis,...)
  • Hohe Aufnahme von gesättigten Fettsäuren
  • Hoher Alkoholkonsum
  • Körperliche Inaktivität
  • Schwangerschaft
  • Manche Medikamente (z.B. Diuretika, orale Kontrazeptiva, Anabolika)

Auch Erkrankungen, wie Diabetes mellitus, Leber- und Nierenerkrankungen, Alkoholismus können Ursachen sein. Hier würde die Behandlung der Grunderkrankung durch einen Arzt im Vordergrund stehen.

Als „Klassische“ kardiovaskuläre Risikofaktoren gelten laut österreichischem Lipidkonsensus 2010:

  • Alter (Männer: > 45 Jahre; Frauen: > 55 Jahre)
  • positive Familienanamnese für prämature KHK (männliche erstgradig Verwandte < 55 Jahre; weibliche erstgradig Verwandte < 65 Jahre)
  • Rauchen
  • Hypertonie (RR > 140/90 mmHg oder antihypertensive Medikation)
  • HDL-C < 40 mg/dl

Ein hoher HDL-C-Wert zählt als „negativer“ Risikofaktor:
Wird ein HDL-C von > 60 mg/dl gemessen, kann bei der Risikoabschätzung ein vorhandener positiver Risikofaktor abgezogen werden.

Was sagen Ihre Blutwerte aus?

Lange Zeit galt ein Cholesterinwert von bis zu 200mg/dl (5,18mmol/l) als Richtwert. Heute weiß man, dass es nicht sinnvoll ist das Risiko alleine auf das Gesamtcholesterin zu beziehen, sondern dass andere Werte entscheidend sind:

1. HDL - das „gute" Cholesterin
wünschenswerte HDL-Werte:

  • bei Frauen: über 50 mg/dl (1,3 mmol/l)
  • bei Männern: über 40 mg/dl (1,0mmol/l)

2. LDL - das „schlechte" Cholesterin
wünschenswerte LDL-Werte:

  • allgemein: unter 130mg/dl (3,5mmol/l)
  • wenn kein zusätzlicher Risikofaktor (Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht) vorliegt, ist auch ein Wert bis zu 160mg/dl tolerierbar
  • Patienten, die zusätzliche Risikofaktoren aufweisen (z.B.: Diabetes Mellitus, erlittener Herzinfarkt, Schlaganfall, etc.): unter 100mg/dl

3. Quotient Gesamtcholesterin zu HDL-Cholesterin
Wünschenswerter Quotient:

  • < 5
  • Hat eine wichtigere Aussage als das Gesamtcholesterin alleine, weil bei erhöhtem HDL-Cholesterin auch das Gesamtcholesterin erhöht ist. Durch den Quotienten kann man deswegen berechnen wie die Zusammensetzung des Gesamtcholesterins ist.

4. Triglyzeridspiegel
wünschenswerter TG-Wert:

  • allgemein: 150mg/dl

Lebensstiländerungen und gesunde Ernährung zur Reduktion des kardiovaskulären Gesamtrisikos

  • Normalisierung des Körpergewichts
  • Mehrere und dafür kleine Mahlzeiten
  • Gesamtfettaufnahme: max. 30% (Laut aktuellem Österreichischen Ernährungsbericht verzehrt der Durchschnittsösterreicher 34-37% Fett täglich! Daher: Fettmenge reduzieren!)- Das entspricht für Erwachsene einer Gesamtfettzufuhr von ca. 60 – 80 g Fett/Tag
  • Fettqualität optimieren
    • Weniger gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren
    • Einfach ungesättigte Fettsäuren bevorzugen
    • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren bevorzugen
    • Verzichten auf besonders cholesterolhaltige Lebensmittel
  • Komplexe Kohlenhydrate und ballaststoffreiche Lebensmittel (Obst, Gemüse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte,...) als Grundlage - sie enthalten gleichzeitig die positiv wirkenden Phytosterine und Phytostanole. Ballaststoffe binden im Darm das überschüssige Cholesterin und scheiden es damit aus.
  • Konsum von Getränken und Lebensmitteln mit leicht resorbierbare Kohlenhydrate wie Zucker (z.B. in Softdrinks, Limonaden) nur in geringen Mengen verzehren (große Mengen an rasch resorbierbaren Kohlenhydraten erhöhen den Triglyceridspiegel.)
  • Aufnahme von weniger als 5 g Salz/Tag (Begrenzung des Salzzusatzes beim Kochen, weniger verarbeitete Nahrungsmittel und Fertiggerichte)
  • Alkohol möglichst meiden
  • Bewegung und Sport (erhöhen den HDL-Wert), täglich mind. 30 min körperliche Aktivität
  • Nichtrauchen und Passivrauchen vermeiden

Früher standen cholesterinreiche Lebensmittel auf der Verbotsliste bei einer ausgewogenen Ernährung. Neue Erkenntnisse liefern jedoch Hinweise, dass die Menge des aufgenommenen Nahrungscholesterins bei gesunden Menschen wahrscheinlich nur einen äußerst geringen Einfluss auf den Blutcholesterinspiegel aus. Viel entscheidender ist die Zusammensetzung der Nahrungsfette.

Eine medikamentöse Therapie (meist Statine) sollte mit Lebensstiländerungen kombiniert werden.

Zielwerte LDL für Patienten (European Lipid Guidelines, 2011)

  • mäßiges Risiko: < 3,0 mmol/ (115 mg/dl) 
  • hohes Risiko: < 2,5 mmol/l (100 mg/dl)
  • sehr hohes Risiko < 1,8 mmol/l (70 mg/dl)

     

© ÖGE (2014)

Quellen:

  1. Elmadfa I., et al. (2012). Österreichischer Ernährungsbericht 2012.
  2. Österreichischer Lipidkonsensus 2010. Management von Fettstoffwechselstörungen zur Prävention kardiovaskulärer Komplikationen.
  3. Elmadfa I., et al. (2009). Positionspapier der ÖGE zur gesundheitlichen Bedeutung der Fettqualität in der Ernährung
  4. Wolfram G., Boeing H. (2006). Fettkonsum und Prävention der Dyslipoproteinämie. aus: DGE, Fettkonsum und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten (2006).
  5. National Cholesterol Education Program (NCEP). Expert Panel on Detection, Evaluation and Treatment of Hight Blood Cholesterol in Adults (Adult Treatment Panel III) Final Report, NIH, 2002.
  6. ESC/EAS Guidelines for the management of dyslipidaemias, 2011.

Ernährung bei Multipler Sklerose

mehr Info

1. Über die Multiple Sklerose

Weltweit sind ca. 2 Mio. [1], in Österreich 8.000-10.000 Menschen [2] von Multipler Sklerose (MS), einer der häufigsten neurologischen Erkrankungen im jungen Erwachsenenalter, betroffen.

Es handelt sich dabei um eine immunvermittelte chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems, die zu Demyelinisierung (Zerstörung der Nervenfaser-Isolationsschicht zur Reizweiterleitung) und letztlich zu Schäden an den Axonen (Nervenfasern) selbst führt [3].

In der DGN/ KKNMS Leitlinie zur Diagnose und Therapie der MS 2014 werden folgende Stadien und Verläufe der MS genannt [3]:

·         das klinisch isolierte Syndrom (KIS)

·         die schubförmige („relapsing-remitting“, RRMS),

·         die sekundär progrediente (SPMS) und

·         die primär progrediente (PPMS) Verlaufsform.

 

Die MS wird nicht umsonst „Krankheit mit den 1000 Gesichtern“ genannt, zeigen sich doch sehr unterschiedliche Symptome. Besonders zu nennen ist das sogenannte „Fatigue-Syndrom“, die typisch rasche Ermüdung des/der PatientIn. Weitere auftretende Symptome sind Sensibilitätsstörungen (Missempfindungen, Ameisenlaufen, Taubheitsgefühl), Lähmungen, Gehstörungen, Gleichgewichts- und/oder Koordinationsstörungen, Sehstörungen (Doppelbilder, Farbsehstörungen), Sprach- und Schluckprobleme, Sexual- oder Blasenfunktionsstörungen sowie psychische Veränderungen (Depression, Konzentrationsschwäche) [4].

Die Ursachen für die Entstehung der MS sind multifaktoriell. Auf Basis einer genetischen Prädisposition kann sich, muss aber nicht, eine MS entwickeln. Als Risikofaktoren für Entstehung und Verlauf werden Umweltfaktoren der jeweiligen geografischen Region – v.a. Infektionskrankheiten, aber auch Ernährung, Stress und Rauchen – diskutiert [5].

 

2. Der Einfluss der Ernährung auf die Multiple Sklerose
 

Eine den strengen Anforderungen einer evidenzbasierten Medizin genügende diätetische Therapie für MS-PatientInnen gibt es nicht. Eine vollwertige Ernährung kann aber die Entzündung und den dabei entstehenden oxidativen Stress durch freie Radikale positiv beeinflussen [4] [5]. MS-Erkrankte profitieren ebenso wie Gesunde von einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Lebensmittelauswahl. Die Basis hierfür bilden die Empfehlungen des Bundesministeriums für Gesundheit (Österreichische Ernährungspyramide). Bestimmten Nährstoffen soll laut aktueller Forschung im Zusammenhang mit MS besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Fettkonsum & Entzündungsmediatoren

Auch wenn der tägliche Fettkonsum nicht über 30% der Energieaufnahme hinausgehen soll, so sind Fette dennoch unverzichtbar für den menschlichen Organismus. Sie sind Energielieferant, Träger fettlöslicher Vitamine, Isolator (Kälteschutz) und Stütze für unsere inneren Organe. Bedeutend ist nicht nur die Quantität (Menge) der Fette, sondern auch die Qualität (Güte).

In zahlreichen epidemiologischen Studien werden Fette zur Beeinflussung von Entzündungsmediatoren bei MS diskutiert [5].Eine Schlüsselrolle in dieser Diskussion nehmen die ungesättigten Fettsäuren, dabei besonders die Arachidonsäure ein.

  • Gesättigte Fettsäuren werden oft in hohen Mengen durch tierische Produkte (Fleisch- und Wurstwaren, Butter, Milch und Milchprodukte) aber auch über Kokos- oder Palmkernfett sowie industriell verarbeitete Fette (v. a. in Fertigprodukten) aufgenommen, obwohl sie maximal 10% der täglichen Energieaufnahme liefern sollten.
     
  • Einfach ungesättigte Fettsäuren sollten mindestens 10% der täglichen Energieaufnahme ausmachen. Als Quelle zählen Oliven(öl), Rapsöl, Sonnenblumenöl, Erdnuss(öl), Avocados, Haselnüsse, Mandeln und Pistazien.
     
  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sollten etwa 7-10% zur täglichen Energieaufnahme beitragen. Enthalten sind sie v. a. in Rapsöl, Leinöl, Sonnenblumenöl, Distelöl, Nüssen und fettreichen Seefischen. Einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sollen > 2/3 der mit Fett zugeführten Energie ausmachen [12].

 

Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega-6 (z.B. Linolsäure) und Omega-3 (z.B. alpha-Linolensäure) stellen die Ausgangssubstanzen der endogenen Eicosanoidsynthese (Abb. 1) dar. Während Linolsäure als Vorstufe der Arachidonsäure dient, wird alpha-Linolensäure in der Leber zu Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) umgewandelt. Aus diesen Fettsäuren können Prostaglandine, Thromboxane und Leukotriene gebildet werden. Arachidonsäure wird mittels Cyclooxigenase zur Serie 2 der Eicosanoide (PGI2, TXA2) und mittels Lipoxygenase zur Serie 4 der Leukotriene (LTB4) metabolisiert, welche eine ausgeprägte chemotaktische Wirkung aufweisen und Entzündungsvorgänge fördern. Aus der Eicosapentaensäure gehen ausschließlich Eicosanoide der Serie 3 und Leukotriene der Serie 5 hervor, welche entzündungshemmende Eigenschaften aufweisen [11].

Abbildung 1: Eicosanoidsynthese [11]

Da sowohl die Omega-3 als auch die Omega-6 Fettsäuren das gleiche Enzymsystem nutzen, herrscht ein Konkurrenzkampf um diese Enzyme, bei dem gilt: Je kleiner das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren ist, desto größer wird die Chance, dass die wichtigen Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosahexaensäure (DHA) synthetisiert werden können.
 

Ein Verhältnis von Omega 6- zu Omega 3-Fettsäuren von 5:1 wird laut den D-A-C-H Referenzwerten 2012 empfohlen. Dies entspricht einer Zufuhr von 2,5% Linolsäure zu 0,5% alpha-Linolensäure an der Gesamtenergieaufnahme für 15 bis über 65jährige [12]. Laut Österreichischem Ernährungsbericht 2012 werden diese Fettsäuren aktuell in einem durchschnittlichen Verhältnis von 11:1 (Frauen) bzw. 10:1 (Männer) aufgenommen.

 

Antioxidantien & Neurodegenerative Prozesse

Radikale werden in einem gesunden Organismus durch eine Reihe von Prozessen unter Kontrolle gehalten, an denen sowohl Enzyme als auch antioxidativ wirkende Substanzen beteiligt sind. Das dynamische Gleichgewicht kann durch Erkrankungen gestört sein, sodass biologisch wichtige Moleküle geschädigt werden (oxidativer Stress).

Konsequenzen von oxidativem Stress

ROS (reaktive Sauerstoffspezies) lösen Zellschäden aus, indem sie Makromoleküle (Fettsäuren von Zellmembranen, Proteine, DNA) oxidieren. Dies führt zu Funktionsstörungen auf zellulärer Ebene, die in weiterer Folge zu Krankheiten führen können [9].

Beeinflussung neurodegenerativer Prozesse über Antioxidantien

Freie Radikale und oxidativer Stress spielen im Rahmen zahlreicher entzündlicher und degenerativer Prozesse eine wichtige Rolle, weswegen auch bei Patienten mit MS erhöhte Konzentrationen dieser toxischen Metabolite zu finden sind. Radikale wie Superoxide und oxidierte Lipide könnten eine direkte Rolle bei der Schädigung der Myelinscheide und der Axone bei MS spielen. Vor allem im fortgeschrittenen Verlauf der MS, in der entzündliche Prozesse mehr und mehr in den Hintergrund treten, spielen solche neurodegenerativen Prozesse wahrscheinlich eine entscheidende pathophysiologische Rolle [5].

 

Ernährungsempfehlungen [8]

 

  • Reduktion der Aufnahme von Arachidonsäure, d. h. tierische Lebensmittel (Fleisch, Wurst, Ei, fettreiche Milch und Milchprodukte) einschränken – 2x/Woche mageres Fleisch oder Wurst, Bevorzugung von magerer Milch und Milchprodukten, vegetarische Gerichte
     
  • Erhöhung der Aufnahme von Omega 3-Fettsäuren, d. h. fettreiche Seefische (Makrele, Lachs, Hering) 2x/ Woche, hochwertige pflanzliche Öle (Rapsöl zum Braten, Lein-, Soja- oder Walnussöl für die kalte Küche)

Durch eine ausgewogene Ernährung werden beim Gesunden auch antioxidativ wirkende Radikalfänger wie die Vitamine A, C, E und Carotinoide (z. B. ß-Carotin, Lutein, Lycopin) sowie die Spurenelemente Kupfer, Selen und Zink, die die Wirksamkeit der Antioxidantien verstärken, zugeführt [6]. Neue Untersuchungen zeigen, dass pflanzliche Phenole wahrscheinlich eine wichtigere Rolle spielen als andere Antioxidantien [9]. Bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie z. B. MS kann der Bedarf an Antioxidantien erhöht sein, da durch Entzündungsprozesse verstärkt freie Radikale entstehen [6]. Eine generelle Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wird dennoch nicht empfohlen [5][6][8]. Art und Dosierung eventueller Präparaten sollte stets unter Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen, da eine übermäßige Zufuhr bestimmter Nährstoffe (z. B. fettlösliche Vitamine, Vitamin B6) Schaden anrichten kann[6].

 

  • Vitamin E: pflanzliche Öle (Weizenkeim- oder Sonnenblumenöl), Nüsse, Getreide
  • Vitamin C: Paprika, Petersilie, Kiwi, Orangen, Zitronen, Beeren, Hagebutten
  • Vitamin A/ Carotinoide: Kürbis, Karotten, Pfirsich, Marille, Tomate, Grapefruit, Mangold, Spinat, Dill, Kresse, Petersilie, Mais
  • Kupfer: Vollkorngetreide, Nüsse, Kakao, einige grüne Gemüsesorten, Fisch, Schalentiere
  • Selen: Vollkorngetreide, Fisch, Sesam, Kokosnuss, Sojabohnen, Eier
  • Zink: dunkles Muskelfleisch, Fisch, Schalentiere,Getreidekeimlinge, Haferflocken, Nüsse, Hülsenfrüchte

 

Vitamin D & Immunologische Prozesse

Aus epidemiologischen Studien geht die Hypothese hervor, Vitamin D habe einen Einfluss auf die Inzidenz (Anzahl der Neuerkrankungen) von MS. Ein positiver Effekt von Vitamin D auf die MS wird propagiert [5]. Vitamin D scheint des Weiteren einen Beitrag zur Regulierung der Immunreaktion zu leisten, indem es Angriffe von gegen körpereigenes Gewebe gerichteten T-Lymphozyten abbremst [6]. Durch Vitamin D wird zudem die Calciumaufnahme aus dem Darm und dessen Einbau in die Knochen gefördert, was wesentlich zur Vorbeugung von Osteoporose beiträgt [7].

Vitamin D kann vom Menschen unter UVB-Lichtexposition (Sonnenbestrahlung) selbst gebildet werden. Wieviel die endogene Synthese zur Versorgung beiträgt,  hängt stark von geographischen und klimatischen Bedingungen ab und ist schwer abschätzbar. In Deutschland und Österreich liegt der UV-Index während etwa 6 Monaten allerdings zu niedrig, um eine ausreichende Synthese sicherzustellen [10].Seinen Vitamin D-Bedarf über den alleinigen Verzehr von Lebensmitteln zu decken ist schwierig, da die Auswahl an Vitamin-D-reichen Lebensmitteln (fettreiche Fische wie Lachs, Forelle, Thunfisch oder Hering; Milchprodukte, Eier, Pilze, Spinat, einige Kohlarten und Hefe) begrenzt ist.

 

Nahrungsergänzungsmittel

Ob und in welcher Dosierung die Einnahme von Supplementen zur Beeinflussung des Verlaufs der MS sinnvoll ist, wird derzeit in laufenden Studien untersucht [5]. In jedem Fall sollte vor einer eventuellen Supplementierung das Gespräch mit dem behandelnden Arzt gesucht werden.

Weitere Informationen über die Multiple Sklerose finden Sie auf der Homepage der Österreichischen Multiple Sklerose Gesellschaft und der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V..

 

© ÖGE (2014)

 

Quellen

 

[1] HEIN T, HOPFENMÜLLER  W. Hochrechnung der Zahl an Multiple Sklerose erkrankten Patienten in Deutschland. Nervenarzt 2000; 71: 288–293

[2] BAUMHACKL U., EIBL G., GANZINGER U et al.: Prevalence of multiple sclerosis in Austria. Results of a nationwide survey. Neuroepidemiology. 2002 Sept-Oct; 21(5): 226-34

[3] Deutsche Gesellschaft für Neurologie: DGN/ KKNMS Leitlinie zur Diagnose und Therapie der MS. 2014

[4] WERNER G.: Besser leben mit Multipler Sklerose, UGB-Forum 02/2002: 69-71.

[5] LEUTMEZER F.: Multiple Sklerose, Ernährung aktuell 03/2013: 10-11.

[6] PÖHLAU D., WERNER G., Gesund essen bei Multipler Sklerose, Trias Verlag, 2009

[7] KONRAD M., GUNZER W.: MSpeis und Trank. MService, 2013

[8] KONRAD M.: Ernährungsempfehlungen bei Multipler Sklerose, Ernährung aktuell 03/2013: 12-13

[9] KNASMÜLLER S, MISIK M, PARZEFALL W et al. Krebs und Ernährung. Risiken und Prävention- wissenschaftliche Grundlagen und Ernährungsempfehlungen. Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York, 2014.

[10] Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Neue Referenzwerte für Vitamin D. Internet: http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=1193 (Stand: 12.5.2014).

[11] BIESALSKI HK, GRIMM P. Taschenatlas Ernährung. Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York, 2011.

[12] D.A.C.H. Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Neuer Umschau Buchverlag, 1.Auflage, 5., korrigierter Nachdruck 2013.

Hypertonie (Bluthochdruck)

mehr Info

Bei einer anhaltenden Erhöhung des systolischen Blutdrucks über 140mmHg und/oder des diastolischen Blutdrucks über 90mmHg wird von Hypertonie/Bluthochdruck gesprochen. Hypertonie ist ein Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Je mehr Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen bestehen, desto eher wird die Entstehung von Schlaganfall, Herzinfarkt, etc. begünstigt.
Zusätzliche Risikofaktoren können sein:

Unterschieden wird zwischen der primären (essentiellen) und der sekundären Hypertonie.

  • 90% leiden an der primären Form, wobei hier die Ursachen nicht eindeutig erforscht sind.
  • 10% leiden an der sekundären Form, der eine Erkrankung oder eine Schwangerschaft zu Grunde liegen.

Ursachen/Hauptrisikofaktoren

  • Genetische Veranlagung
  • Störungen der Nierenfunktion, des Nervensystems bzw. der Hormonausschüttung

Exogene, blutdruckwirksame Faktoren:

  • Ernährung
    • hohe Kochsalzzufuhr (die Auswirkungen auf den Blutdruck sind individuell unterschiedlich, was mit der genetischen Anlage in Verbindung gebracht wird. Während sich der Blutdruck „salzresistenter" Personen bei einer veränderten Salzzufuhr kaum ändert, reagieren „salzsensitive" Personen sehr stark mit einer Blutdruckverringerung auf eine verminderte Salzaufnahme.) 
      Laut aktuellem Österreichischen Ernährungsbericht 2012 nehmen Frauen durchschnittlich 7,6 g Kochsalz und Männer durchschnittlich 8,7 g Kochsalz täglich zu sich. Die empfohlene Menge von 5 g Kochsalz täglich (laut WHO 2003) wird dadurch deutlich überschritten.
      Es konnte gezeigt werden, dass in Ländern mit einer täglichen Kochsalzaufnahme unter 3 g die Hypertonie eine seltene Erkrankung ist. Zudem ist in diesen Gebieten auch kein Altersanstieg des Blutdrucks zu beobachten, wie es zum Beispiel in Industrieländern zu sehen ist
    • hoher Alkoholkonsum  
    • ein Mangel an Kalium, Kalzium und Magnesium scheint sich negativ auf einen hohen Blutdruck auszuwirken  
    • Übergewicht
    • Fettreiche Kost, schlechte Fettqualität (wirkt nicht direkt auf den Blutdruck, sondern durch die entstehende Artherosklerose kommt es zu einem Blutdruckanstieg. 
  • Bewegungsmangel
  • Psychische Aspekte (Stress usw.)

Wie kann im Zuge der Ernährung und der Lebensstilmodifikation Besserung erzielt werden?

Hypertonie kann verbessert werden durch:

  • Abbau von Übergewicht
  • Verminderte Salzaufnahme - besonders bei „salzsensitiven" Personen (Achtung: hoher Salzgehalt in industriell hergestellte Lebensmittel wie zum Beispiel: Fertigprodukte, Fleisch- und Wurstwaren, Käse, Saucen, Fertigsuppen, Brot und Gebäck)
  • Ballaststoffreiche und mineralstoffreiche Kost mit viel Obst und Gemüse
  • Einschränkung der Fettzufuhr (auf die Fettqualität achten!)
  • weniger Alkoholkonsum
  • regelmäßige körperliche Aktivität
  • Bei leichter Hypertonie kann und soll (!) eine mehrmonatige Ernährungstherapie versucht werden, bevor mit dem Einsatz eines blutdrucksenkenden Medikaments begonnen wird.
    Bei schweren Hypertonien ist eine Medikamenteneinnahme unbedingt erforderlich, aber eine ergänzende Diättherapie kann diese in Absprache mit dem Arzt eventuell verringern!
     

© ÖGE (2013)

Quellen:

  1. Deutsche Hochdruckliga e. V. DHL, Deutsche Hypertonie Gesellschaft (2008). Leitlinien zur Behandlung der arteriellen Hypertonie.
  2. Dorner E. T., Genser D, Krejs G, Ekmekcioglu C. (2001). Positionspapier der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung zu Hypertonie und Ernährung. Ernährung aktuell, 3/2011.
  3. Elmadfa I., et al. (2012). Österreichischer Ernährungsbericht 2012.
  4. Knorpp L., Kroke A. (2010). Salzreduktion als bevölkerungsbezogene Präventionsmaßnahme. Ernährungs Umschau, 6/2010.
  5. Österreichische Gesellschaft für Hypertensiologie (2007). Klassifikation, Diagnostik und Therapie der Hypertonie 2007 – Empfehlungen der Österreichischen Gesellschaft für Hypertensiologi. Journal für Hypertonie, 1/2007.
  6. Suter P. M. (2008). Checkliste Ernährung. 3. Auflage 2008. Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart. ISBN: 9783131182630


zurück

Metabolisches Syndrom

mehr Info

Was ist das Metabolische Syndrom?

Damit ein Metabolisches Syndrom vorliegt, müssen mindestens drei der folgenden Risikofaktoren vorliegen:

Genauere Informationen zu den Risikofaktoren:
http://www.americanheart.org/presenter.jhtml?identifier=4756 - englisch

Auch Kinder & Jugendliche sind in steigender Anzahl vom metabolischen Syndrom betroffen.

 

© ÖGE

Prävention von ernährungsmitbedingten Krankheiten

mehr Info

Durch sinnvolle Präventionsmaßnahmen können Lebens- und Gesundheitserwartung effektiv gesteigert werden. Die wissenschaftlich fundierten Ernährungsempfehlungen der ÖGE spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Hier erfahren Sie mehr über die Vorbeugung der wichtigsten ernährungsmitbedingten Krankheiten.

Zu den ernährungsassozierten Erkrankungen zählen

Daten & Fakten zu ernährungsmitbedingten Krankheiten

  • 37% der ÖsterreicherInnen sind übergewichtig und 9,1% adipös - im Osten mehr als im Westen (Erster Adipositasbericht 2006).
  • 45% der Männer und 57% der Frauen verstarben 2001 in Folge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Mortalitätsstatistik für Österreich, 2001, Statistik Austria).
  • Die WHO gab für das Jahr 2000 eine Schätzung von 130.000 Diabetikern ab. 2001 wurden rund 43.000 Frauen und Männer mit der Diagnose Diabetes mellitus in österreichischen Krankenhäusern behandelt. Im Jahr 2001 wurden in Österreich 1.460 Fälle mit Diabetes mellitus als Todesursache registriert (Österreichischer Diabetes Bericht 2004).

 

© ÖGE

Sport als Typ 1 Diabetiker?!

mehr Info

Bewegung und Sport ist auch im Leben eines Typ 1 Diabetikers wichtiger Bestandteil der Freizeit und ein bedeutender Teil der Therapie. Regelmäßige Bewegung beeinflusst den Stoffwechsel positiv und schützt vor Folgeerkrankungen. 

Dass Sport auch bei Diabetes mellitus Typ 1 gut möglich ist, beweisen zahlreiche Typ 1 Diabetiker im Leistungs- und Spitzensport.

Grundsätzlich sind für Diabetiker vor allem diejenigen Sportarten geeignet, die das Herz-Kreislauf-System und die Atmung besonders trainieren. Hierzu gehören an erster Stelle Ausdauersportarten wie Laufen, Walking, Radfahren, Schwimmen, Gymnastik, Bergwandern Skilanglauf oder Rudern. Die meisten positiven Effekte des Ausdauertrainings betreffen eine Verbesserung des Kohlenhydratstoffwechsels, Abnahme der Insulinresistenz und Verbesserung im Fettstoffwechsel. Von starken körperlichen Belastungen, vor allem im untrainierten Zustand, bei denen eine Unterzuckerung zu lebensgefährlichen Zuständen führen kann, ist jedoch abzuraten. Dies sind vor allem Sportarten, welche man alleine betreibt, da einem bei einer plötzlich auftretenden Hypoglykämie keiner zu Hilfe kommen kann. Beispiele dafür wären Tiefseetauchen, Bergsteigen, Schwimmen, Kanu fahren oder Rudern ohne Begleitung. Wenn begonnen wird, regelmäßig Sport zu treiben, ist ein Gespräch mit dem behandelnden praktischen Arzt von großer Bedeutung, da der Körper neuen und ungewohnten Belastungen ausgesetzt wird. Die damit verbundenen Blutzuckerveränderungen müssen in der Anfangszeit genau überprüft werden. Voraussetzung für Freizeit- als auch Leistungssport ist ein gut eingestellter Diabetes, bei starken Blutzuckerschwankungen ist davon dringend abzuraten.

Auswirkungen körperlicher Aktivität

Bei Diabetikern führt regelmäßige Bewegung dazu, dass Glukose leichter vom Blut in die Körperzellen aufgenommen wird, was ein Absinken des Insulinbedarfes zur Folge hat. Da die Muskulatur belastet wird, erhöht sich die Insulinempfindlichkeit, daher sollte die Dosis vorher reduziert oder aber genug Kohlenhydrate aufgenommen werden, um eine mögliche Hypoglykämie zu verhindern. Unbedingt zu beachten ist, dass die Insulinempfindlichkeit 24 Stunden vorherrscht, weshalb es sehr wichtig ist, auch nach dem Sport den Blutzucker regelmäßig zu messen und die Dosis dem jeweiligen Ergebnis anzupassen.


Tipp: Beobachten Sie sich vor, während und nach dem Sport so genau, dass Sie bedeutsame Veränderungen Ihres Blutzuckerwertes nicht übersehen. Nach einer beobachtungsintensiven Anfangszeit werden Sie sicherer werden. Wenn Sie Erfahrung gesammelt und ein Gefühl dafür entwickelt haben, wie Sie zum Sporttreiben die Insulin- und Kohlenhydratzufuhr anpassen müssen, wird Sie der Diabetes nicht mehr daran hindern, unbeschwert Freude am Sport zu haben.

Durch die individuell unterschiedlichen Reaktionen des Blutzucker-Spiegels auf unterschiedliche körperliche Belastungen bei jedem Einzelnen ist durch eine genaue Dokumentation ein Lernen und Verbessern der Blutzucker-Werte möglich. Während, aber auch nach lang anhaltender sportlicher Betätigung sollten regelmäßig Messungen des Blutzuckerspiegels durchgeführt werden. Als häufigste Komplikation tritt die Hypoglykämie, die während aber auch mehrere Stunden nach der körperlichen Belastung erscheinen kann, auf.

Hypoglykämie:

Ursache einer Hypoglykämie ist immer ein Missverhältnis zwischen Insulin, Ernährung und Bewegung. Gründe dafür könnten eine zu starke Insulinwirkung, zu wenig aufgenommene Kohlenhydrate oder aber eine zu intensive Belastung sein. Eine Unterzuckerung kann sich in Form von Heißhunger, Unruhe, Zittern, Schweißausbrüchen, Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit bis hin zu Krampfanfällen äußern. Für jeden Diabetiker ist es wichtig, dass er seine eigenen Unterzucker-Symptome kennt, um sofort darauf reagieren zu können.  Im Zweifelsfall zeigt ein Blutzuckertest an, ob der Blutzucker tatsächlich zu stark abgefallen ist. Bei einer leichten Hypoglykämie helfen 1 – 2 Stück Traubenzucker (ca. 10-20 g Glukose) oder ein Glas Fruchtsaft. Bei schwereren Unterzuckerungen oder hypoglykämischen Schocks ist sofort der Notarzt zu rufen.

Hyperglykämie:

Die Hyperglykämie stellt eine weitere Komplikation dar. Ursache eines zu hohen Blutzuckerspiegels ist in erster Linie ein Mangel an Insulin. Eine Hyperglykämie macht sich meist durch Müdigkeit, Kraftlosigkeit, vermehrten Durst, vermehrtes Wasserlassen oder einen trockenen Mund bemerkbar und kann, sofern keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden, zu einem ketoazidotischen Koma führen. Zur Behandlung muss eine Blutzuckerbestimmung durchgeführt und anschließend eine zusätzliche Dosis zur Korrektur des Insulins verabreicht werden.

 

Faustregeln für sporttreibende Typ 1 Diabetiker:

  • Blutzucker < 100 mg/dl: mindestens eine Zusatz-BE vor Sportbeginn
  • Blutzucker zwischen 100-250 mg/dl: die Sportfähigkeit kann als gegeben angesehen werden
  • Blutzucker > 250 mg/dl: Ketonbestimmung im Harn: Ist Harnketon positiv, sollte die sportliche Aktivität verschoben, sowie zunächst Insulin verabreicht werden. Bei Blutzuckerwerten über 250 mg/dl kommt es beim Training zu einer weiteren Zunahme des Blutzuckerspiegels und somit auch zu einem Anstieg der Ketonkörper im Blut, was die Gefahr eines Ketoazidotischen Komas (diabetische Stoffwechselentgleisung) zur Folge hat.

Um den Körper vor dem Training nicht unnötig zu belasten, sollte auf fettreiche Mahlzeiten und große Portionen verzichtet werden. Für Sportler ist es empfehlenswert, eine der körperlichen Aktivität angepasste, leicht verdauliche Kost zu sich zu nehmen. Die großen Hauptmahlzeiten sollten mindestens 3 Stunden zurückliegen.

Ist eine sportliche Aktivität von hoher Intensität bzw. langer Dauer (über 60 Minuten) geplant, sollten folgende zusätzliche Broteinheiten eingenommen werden.

  • Blutzucker um die 80 mg/dl. Zusätzlich 3 – 4 BE
  • Blutzucker zwischen 80 – 150 mg/dl: zusätzlich 2 BE

Wird eine sportliche Aktivität für einen längeren Zeitraum geplant, ist ebenfalls eine Reduktion der Insulintherapie zwischen 30%-60% zu empfehlen (sowohl Basal- als auch Bolusinsulin).

(http://www.cauza.at/cauza.pdf/Patienten.pdf)

 

Allgemeine Bewegungsempfehlungen:

Alltagsbewegungen: täglich mindestens 30 Minuten

Beispiele: Stiegen statt Lift, Fahrrad statt Auto, Spaziergang, Gartenarbeit,…

Ausdauer: 3 – 5 x pro Woche mindestens 20 Minuten

            Beispiele: Nordic walking, Laufen, Fahrrad fahren, Tanzen, Fußball spielen,…

Kraft: 2 – 3 x pro Woche mindestens 10 Minuten

            Beispiele: Klettern, Schwimmen, Gymnastik, Yoga, Krafttraining mit Gewicht,...

 

Siehe Bewegungsempfehlungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
http://www.napbewegung.at/main.asp?kat1=96&kat2=628&kat3=&vid=1

 

Fazit

Trotz aller Gefahren, die bei Diabetes und Sport auftreten können, ist sportliche Aktivität für Diabetiker empfehlenswert, da es sich positiv auf das Herzkreislaufsystem und Blutdruck auswirkt und die Lebensqualität verbessert.

 

© ÖGE

 

Literaturtipps:

„Diabetes- und Sportfibel“ Mit Diabetes weiter laufen, Ulrike Thurm & Bernhard Gehr, 3. Auflage, 2009, Verlag Kirchheim, Mainz

„Diabetes und Sport“, Robert Behrmann & Jürgen Weineck, 2. Auflage, 2001, Verlag Spitta,

„Gut leben mit Typ-1-Diabetes“, Renate Jäckle, Axel Hirsch, Manfred Dreyer, 6. Auflage, 2007, Urban & Fischer Verlag, München

„Sieben Welten“, Geri Winkler, 2011, Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien

„Aufbruch in die Grenzenlosigkeit“, Geri Winkler, 2000, Verlag Winkler Gerhard

http://www.aktive-diabetiker.at

Übergewicht und Adipositas

mehr Info

Übergewicht entsteht, wenn über einen längeren Zeitraum mehr Energie als benötigt aufgenommen wird, wodurch es zu einem Anstieg des Körperfettanteils kommt.

Adipositas (krankhaftes Übergewicht) ist von der WHO definiert als eine krankhafte Zunahme des Körperfetts, die zur Folge haben kann, dass es zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung kommt. Der Erkrankung liegen eine positive Energiebilanz und eine damit verbundene Gewichtszunahme zugrunde. Zur Klassifizierung wird der Body Mass Index (BMI) verwendet.
Übergewicht ist definiert als BMI ≥ 25 kg/m2, Adipositas als BMI ≥ 30 kg/m2(WHO, 2000 EK IV).

Der Anteil an übergewichtigen Personen hat in den letzten Jahren beträchtlich zugenommen und dieser Trend setzt sich fort. In Österreich sind laut aktuellem Österreichischen Ernährungsbericht 2012 27,6% der Erwachsenen übergewichtig und 12,2% adipös [1]. Je länger Übergewicht bzw. Adipositas besteht und je größer das Ausmaß ist, desto höher ist das Risiko für Folgeerkrankungen wie

Oft sind Übergewicht und Adipositas auch Ursachen für psychosoziale Probleme, wie mangelndes Selbstbewusstsein, soziale Isolation, Diskriminierung usw. [1]


Ursachen/Hauptrisikofaktoren

  • Familiäre Disposition, genetische Ursachen
  • Moderner Lebensstil (Bewegungsmangel, Fehlernährung z.B. häufiges Snacking, hoher Konsum energiedichter Lebensmittel, Fast Food, zuckerhaltige Softdrinks, alkoholische Getränke)
  • Chronischer Stress
  • Essstörungen (z.B. Binge-Eating-Disorder, Bulimie, Night-Eating-Disorder)
  • Endokrine Erkrankungen (Stoffwechselerkrankungen wie Hypothyreose/Schilddrüsenunterfunktion, Cushing-Syndrom)
  • Medikamente (z. B. manche Antidepressiva, Neuroleptika, Antidiabetika, Glukokortikoide, Betablocker)
  • Andere Ursachen (z. B. Immobilisierung, Schwangerschaft, Operationen in der Hypothalamusregion, Nikotinverzicht) [2]

Mit dem BMI (Body Mass Index) lässt sich das eigene Gewicht gut einschätzen

Eine weitgehend gute Möglichkeit um Übergewicht bzw. Adipositas zu ermitteln, ist der BMI (Body Mass Index).

Errechnet wird dieser nach folgender Formel:

Der Body Mass Index errechnet sich aus dem Quotienten aus dem Körpergewicht in Kilogramm und der Körpergröße in Metern zum Quadrat.

Körpergewicht (in kg) / Körpergröße2 (in m)

Dazu ein Beispiel:
Körpergewicht: 60 kg
Körpergröße: 165 cm entsprechen 1,65 m
BMI: 60/(1,65 x 1,65) = 22

Anhand folgender Tabelle kann nun ermittelt werden, in welchem Bereich das eigene Gewicht liegt: [3]
 

Bereich

BMI (kg/m2)

Untergewicht

< 18,50

Normalgewicht

18,50 - 24,99

Übergewicht (Prä-Adipositas)

25 - 29,99

Adipositas Grad I

30 - 34,99

Adipositas Grad II

35 - 39,99

Adipositas Grad III

≥ 40

 

Analog zu Erwachsenen wird für Kinder und Jugendliche ebenfalls der BMI zur Beurteilung von Übergewicht und Adipositas verwendet. Dabei werden die Perzentilen von Kromeyer-Hausschild et al. (2001) verwendet. Die Feststellung von Übergewicht bzw. Adipositas und extremer Adipositas soll dabei anhand der 90. bzw. der 97. und 99,5. alters- und geschlechtsspezifischen Perzentile dieser Referenzdaten erfolgen.
(Näheres unter: http://www.a-g-a.de/Leitlinie.pdf) [4]

Mit zunehmendem Alter liegt der wünschenswerte BMI höher als bei jüngeren Menschen. Ältere Menschen mit einem niedrigeren BMI zeigen eine höhere Anfälligkeit für Krankheiten. So senken Energiereserven in Form von Körperfett im Krankheitsfall das Mortalitätsrisiko.

Daher gilt für Menschen über dem 65. Lebensjahr eine andere BMI-Beurteilung: [5]

 Bereich  BMI (kg/m2)
 Schwere Malnutrition  <18,5
 Leichte Malnutrition  18,5 – 19,99
 Risiko für Malnutrition  20 – 21,99
 Normalgewicht  22 – 26,99
 Präadipositas  27 – 29,99
 Adipositas  > 29,99

 

 

 

 

 

 

Zu beachten ist außerdem:

Liegt der Taillenumfang (= Bauchumfang auf Höhe des Bauchnabels)

  • bei Frauen über 88 cm bzw.
  • bei Männern über 102 cm,

müssen sie mit einem deutlich erhöhten Erkrankungsrisiko rechnen.

Erwachsene sollten einen Body Mass Index (BMI) von 25 und Frauen einen Taillenumfang von 80cm bzw. Männer von 94cm nicht überschreiten. [16]


Gewichtsreduktion

Eine Gewichtsreduktion ist medizinisch indiziert, wenn der BMI ≥30 liegt, oder wenn der BMI zwischen 25 und 29,9 liegt und weitere Risikofaktoren wie ein erhöhter Taillenumfang, Hypertonie, Diabetes mellitus Typ 2 oder Dyslipidämie vorliegen und/oder starker psychischer Leidensdruck besteht.

Ziele sind eine Reduktion von Komorbiditäten und Risikofaktoren sowie eine verbesserte Lebensqualität. Neben der Gewichtsreduktion ist auch die langfristige Gewichtsstabilisierung entscheidend.

Säulen einer Gewichtsreduktion:

  • Ernährungstherapie
  • Bewegungstherapie
  • Verhaltenstherapie

Ernährungstherapie

Die evidenzbasierten Leitlinien (von vier Fachgesellschaften* unter der Leitung der deutschen Adipositasgesellschaft herausgegeben) zur Behandlung der Adipositas sehen ein vierstufiges Schema zu einer verminderten Energiezufuhr vor, welches folgende Stufen beinhaltet:

  1. Alleinige Reduktion des Fettverzehrs auf etwa 60 g/Tag.
  2. Mäßig energiereduzierte Mischkost mit einem täglichen Energiedefizit von 500-1000 kcal.
  3. Ersatz von 1-2 Mahlzeiten durch Formulaprodukte (ca. 200 kcal/Mahlzeit).
  4. Formuladiät: Energieaufnahme zwischen 800 und 1200 kcal pro Tag durch Formulaprodukte.
    Über einen maximalen Zeitraum von 12 Wochen, nur für Personen mit einem BMI ≥30 und unter ärztlicher Aufsicht!

[*Deutsche Adipositasgesellschaft, Deutsche Diabetes-Gesellschaft, Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin. (2007). Prävention und Therapie der Adipositas.]

Vorsicht vor einseitigen Diäten

Diäten werden meist nur für einen kurzen Zeitraum eingehalten oder sind auch oft nur für wenige Wochen bestimmt. Eine dauerhafte Umstellung der Ernährung sowie regelmäßige Bewegung sind noch immer das erfolgversprechendste Mittel, um sein Gewicht langfristig zu reduzieren und auch dauerhaft zu halten. Körperliche Aktivität unterstützt die Gewichtsabnahme, erhöht den Energieverbrauch und sollte Teil Ihres Programms zur Gewichtsreduktion sein. Wer nach einer Diät zu alten Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten zurückkehrt, wird auch rasch wieder an Gewicht zunehmen.

Verschiedene Diäten versprechen rasche und einfache Gewichtsabnahme und erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch worauf soll man bei der Wahl der „richtigen“ Diät achten? Die einfache Grundregel: weniger Energie zuführen, als man verbraucht, bzw. durch Sport Energie verbrauchen, um ein Energiedefizit zu erreichen. In Folge werden die Fettdepots abgebaut und als Energielieferanten verwendet. Dafür ist kein kompliziertes Ernährungsprogramm mit rigorosem Verzicht auf bestimmte Lebensmittel notwendig

 

Vollwertig essen und trinken nach den 10 Regeln der DGE

Die DGE hat 10 Regeln zusammengetragen, mit denen es möglich ist gesund und genussvoll zu essen.

1. Lebensmittelvielfalt nutzen

2. Getreideprodukte (Vollkorn) und Kartoffeln

3. "5 am Tag" von Obst und Gemüse

4. Milchprodukte täglich, Fisch 1-2x/Woche, Fleisch, Wurst und Eier in Maßen

5. wenig Fett und fettreiche Lebensmittel

6. Salz und Zucker in Maßen

7. viel Flüssigkeit

8. schonende Zubereitungsart auswählen

9. sich zum Essen Zeit nehmen und genießen

10. viel Bewegung [17]

 

ÖGE-Checkliste für seriöse Schlankheitsdiäten:

  • sie sind abwechslungsreich, machen satt und schmecken
  • vermitteln Genuss und Freude am Essen
  • berücksichtigen persönliche Vorlieben und Abneigungen
  • kennen keine Verbote
  • vermitteln einen neuen Ess- und Lebensstil, den man auf Dauer halten kann: weniger Fett, weniger Zucker, weniger Alkohol, mehr Bewegung
  • versprechen keinen raschen Erfolg
  • geben geringe Vorgaben zum Gewichtsverlust (max. ½kg pro Woche)
  • legen Wert darauf, dass das Gewicht langfristig gehalten wird
  • vermitteln grundlegendes Ernährungswissen

Hier eine kurze Übersicht gängiger Diätformen:

Gemischte Kost:

Wie schon erwähnt stellt die energiereduzierte Mischkost die einfachste und kostengünstigste Methode dar, Gewicht zu verlieren. Sie ist proteinreich, fettnormalisiert und reich an komplexen Kohlenhydraten. Außerdem ermöglicht sie problemlos die Zufuhr aller Nährstoffe nach den D-A-CH-Referenzwerten und eignet sich für die langfristige Gewichtsabnahme. Die Kost sollte sich aus 45-55 Energieprozent Kohlenhydraten, 15-25 Energieprozent Protein und max. 30 Energieprozent Fett zusammensetzen und reichlich Flüssigkeit beinhalten. Ein hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren und komplexen Kohlenhydraten sollte im Vordergrund stehen. Weiters sind fettarme Garmethoden wie Dünsten oder Grillen zu bevorzugen. Die gemischte Kost sorgt für Vielfalt und Abwechslung auf dem Tisch, beinhaltet keine Verbote. Eine Metaanalyse, die Studien über Diäten mit unterschiedlichen Nährstoffzusammensetzungen verglichen hat, kam zu dem Ergebnis, dass kalorienreduzierte Ernährung zu einem Gewichtsverlust führte, egal welcher Nährstoff dabei betont wurde [6].

Ein Vertreter der energiereduzierten Mischkost ist das bei der ÖGE erhältliche, evaluierte Gewichtsreduktions-Programm „Ich nehme ab" der DGE. Dieses ist als Selbsthilfe-Manual konzipiert und wird auch vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) empfohlen. [7]

Bekannte Vertreter: Brigitte-Diät
 
 
Low-Fat Diäten:

Fett ist ein wichtiger Energieträger in der menschlichen Ernährung. Mit erhöhter Fettzufuhr steigt allerdings auch das Risiko für Übergewicht und Adipositas. Vergleicht man die Makronährstoffe, so hat Fett mit 9,3 kcal/g den höchsten Energiegehalt, nämlich mehr als doppelt so viel wie Protein oder Kohlenhydrate (jeweils ca. 4 kcal/g). Die D-A-CH-Referenzwerte empfehlen 30% der täglichen Energiezufuhr durch  Fett zuzuführen, jedoch liegt die Aufnahme österreichischer Erwachsener bei etwa 36 % [10], wobei vor allem zu viel gesättigte Fettsäuren (ca. 15 %) zugeführt wurden.

Low-Fat Diäten zeichnen sich durch eine erniedrigte Energiezufuhr in Form von Fett aus (maximal 30 Energieprozent Fett pro Tag). Je nach Diät wird die tägliche Fettzufuhr auf 10-15% beschränkt. Zudem werden gesättigte Fettsäuren auf höchstens 10 Energieprozent pro Tag limitiert [11]. Bei einer fettreduzierten Diät ist darauf zu achten, dass essenzielle Fettsäuren in ausreichender Menge zugeführt werden - ungesättigten Fettsäuren wie sie z.B. in Pflanzenölen oder Seefisch vorkommen ist der Vorzug vor gesättigten Fettsäuren (enthalten in tierischen Fetten, Kokosfett und Palmöl) zu geben.

Eine Meta-Analyse [9] hat gezeigt, dass eine fettreduzierte Kost (Senkung des normalerweise verzehrten Gesamtenergieanteils aus Fett um 3,5 bis 24,1 %, d.h. bei einer bisherigen Fettzufuhr von 35 Energieprozent wäre selbige auf 31,5 bis 10,9 Energieprozent gesenkt worden), besonders in Verbindung mit sportlicher Betätigung senkend auf Triglyceride, auf den Gesamtcholesterinspiegel und insbesondere auf LDL-Cholesterin wirkt. Fettreduzierte Diäten führten bei übergewichtigen Personen zu einem Gewichtsverlust und halfen normalgewichtigen Personen, ihr Gewicht zu halten. Nach aktuellem Wissensstand sind bei diesem Diättyp keine langfristigen Risiken oder Schäden zu erwarten.

Zudem konnte in einer weiteren Meta-Analyse gezeigt werden, dass Low-Fat-Diäten verglichen mit einer Ernährung mit normalem Fettgehalt (28-43 Energieprozent), nach mindestens sechs Monaten zu einer Gewichtsreduktion, zur Absenkung des BMI und zu einer Verringerung des Bauchumfanges führen [8].

Bekannte Vertreter: LowFett 30
 
 
Low-Carb Diäten:

Bei den "Low-Carb"-Diäten handelt es sich um Diäten mit reduzierter Zufuhr an Kohlenhydraten.

Der menschliche Organismus setzt pro Tag mindestens 180 g Glucose um. Werden zu wenige Kohlenhydrate (<25% des Tagesenergiebedarfs) zugeführt, kann der Körper Glucose über die Gluconeogenese aus Aminosäuren, Lactat und Glycerin aufbauen. Dabei fallen allerdings Ketonkörper an, die in großen Mengen zu einer Absenkung des Blut-pH-Werts bis hin zu einer tödlichen Ketoazidose führen können.

Diäten, die auf einem Low-Carb Konzept basieren, erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie durch ihren hohen Eiweißanteil sättigend wirken, fette Speisen erlauben und schnell zu Gewichtsverlusten führen können.

Eine Meta-Analyse von 2006 [9] hat gezeigt, dass Low-Carb Diäten tatsächlich zu guten Abnehmerfolgen in den ersten sechs Monaten führen und auch schneller eine größere Gewichtsreduktion im Vergleich zu fettreduzierten Diäten zeigen. Nach einem Jahr haben sich diese Effekte jedoch wieder ausgeglichen und es waren bei den verschiedenen Diätformen ähnliche Gewichtsverluste zu beobachten.
Weiters zeigen die in der Meta-Analyse untersuchten Studien sowie eine weitere Studie zu Low-Carb-Diäten [12] positive Effekte auf HDL-Cholesterin und den Triglyceridspiegel. Allerdings erhöhte sich gleichzeitig der Gesamtcholesterinspiegel, insbesondere das LDL-Cholesterin. Im Bezug auf koronare Herz-Kreislauferkrankungen dürfen diese Risikofaktoren nicht außer Acht gelassen werden.

Andere Faktoren, die hier zu Gewichtsverlust führen können, wie generell gesenkte Energiezufuhr und körperliche Aktivität, sind bei der Beurteilung dieser Diätform ebenfalls zu beachten.

Um den langfristigen Effekt einer kohlenhydratreduzierten Diätform besser beurteilen zu können, sind weitere Langzeitstudien vonnöten.

Bekannte Vertreter: Atkins-Diät, Montignac-Methode, Scarsdale-Diät, David-Kirsch-Diät
 

Glyx-Diäten:

Diäten, die auf der Vermeidung von Lebensmitteln mit hohem glykämischen Index basieren, werden umgangssprachlich „Glyx-Diäten“ genannt. Der glykämische Index (GI) ist ein Maß für den Anstieg der Blutglucosekonzentration und der damit verbundenen Insulinausschüttung nach Zufuhr kohlenhydrathaltiger Lebensmittel [13]. Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Milch und Joghurt sowie Hülsenfrüchte stehen hier auf dem Speiseplan während unter anderem Zucker und Weißmehlprodukte, die den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe schießen lassen, gemieden werden sollen.

Ein niedriger GI wirkt sich somit günstig auf die Langzeit-Blutglukose (HbA1c) aus und hat eine präventive Wirkung auf die Entwicklung von Diabetes mellitus Typ 2. In einer Meta-Analyse [14] wurde neben diesen Effekten außerdem noch eine Senkung des Cholesterinspiegels festgestellt.

Weitere Studien sind nötig, um zu entscheiden, ob das Konzept eines niedrigen GI in die Ernährungsempfehlungen für die Bevölkerung integriert werden soll. Da der GI auch von der üblich aufgenommenen Kohlenhydratmenge beeinflusst wird, gibt es die Glykämische Last (GL), die auf den Kohlenhydratgehalt einer Portion des jeweiligen Lebensmittel ausgelegt ist. Zudem werden mit einer ausgewogenen Ernährung nicht nur einzelne Lebensmittel sondern Nahrungsmittel-Kombinationen aufgenommen, wodurch die Werte der glykämischen Last verändert werden. So beeinflussen Eiweiß, Fett und Ballaststoffe die Aufnahme von Kohlenhydraten und verändern so die Werte vom glykämischen Index und der glykämischen Last [13].
 
 
Mediterrane Kost:

Die mediterrane Kost ist eine Mischkost, wie man sie oft aus der griechischen, südländischen Ernährung kennt. Sie definiert sich durch einen hohen Anteil an pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkornprodukte, Olivenöl als primäre Fettquelle, moderate Mengen an Fisch und Geflügel, wenig rotes Fleisch und moderaten Weinkonsum zum Essen.

Eine Meta-Analyse [15] zeigte, dass mediterrane Ernährung im Vergleich zu einer regulären Mischkost zur Gewichtsabnahme und folglich zu einem niedrigeren BMI führte. Dieser Effekt wurde verstärkt, wenn die Ernährung insgesamt energiereduziert war, zusätzlich Sport getrieben wurde und die Ernährungsform über sechs Monate beibehalten wurde.
 
Ist auch eine Crash-Diät sinnvoll?
 
Diese Frage kann mit einem klaren NEIN beantwortet werden. Folgende Nachteile bringt eine sogenannte Crash-Diät mit sich: 

  • Jojo-Effekt: Nach einer Hungerphase legt der Körper schnell wieder Fettdepots an. Dieser Schutzmechanismus war in Zeiten von Lebensmittelknappheit häufig notwendig und ist physiologisch noch immer vorhanden.
  • Strenges Diätverhalten = Frust, Stress, Einbußen für den Körper, was oft mit Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schwindel bis hin zu Herzrhythmusstörungen einhergeht.
  • Strenge Verbote führen zu Heißhungerattacken auf „verbotene“ Lebensmittel
  • Eine einseitige Diät mit Ananas, Sauerkraut oder was auch immer, ist nur für kurze Dauer und verdirbt die Freude am Essen. Zudem führen solche Diäten langfristig zu Abneigungen gegen bestimmte Lebensmittel.

 

Quellen:

[1] Elmadfa I., et al. (2012). Österreichischer Ernährungsbericht 2012

[2] DAG, DDG, DGE, DGEM (2007). Prävention und Therapie der Adipositas

[3] http://www.who.int/bmi/index.jsp?introPage=intro_3.html, WHO BMI classification

[4] Kromeyer-Hauschild K., et al. (2001). Perzentile für den Body Mass Index für das Kindes- und Jugendalter unter Heranziehung verschiedener deutscher Stichproben. Monatsschrift Kinderheilkunde 149(8): 807-818

[5] European Society of Parenteral and Enteral Nutrition "ESPEN". (2000)

[6] Sacks F., Bray G., Carey V. et al: Comparison of Weight-Loss Diets with Different Compositions of Fat, Protein, and Carbohydrates. New England Journal of Medicine, 2009, 360:859-73

[7] DGE, ÖGE, SGE, SVE (2000). D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr

[8] Hooper L., et al. (2012). Effect of reducing total fat intake on body weight: systematic review and meta-analysis of randomised controlled trials and cohort studies.

[9] Nordmann A. J., et al. (2006). Effects of Low-Carbohydrate vs. Low-Fat Diets on Weight Loss and Cardiovascular Risk. Arch Intern Med., 166:285-293.

[10] Elmadfa I., et al. (2012). Österreichischer Ernährungsbericht.

[11] http://medical-dictionary.thefreedictionary.com/low-fat+diet, abgerufen am 29.4.2013

[12] Hernande T. L.,et al. (2010). Lack of suppression of circulating free fatty acids and hypercholesterolemia during weight loss on a high-fat, low-carbohydrate diet. Am J Clin Nutr, 91:578–85.

[13] DGE (2004). Glykämischer Index und glykämische Last –ein für die Ernährungspraxis des Gesunden relevantes Konzept?, Ernährungs-Umschau 51.

[14] Opperman A., et al. (2004). Meta-analysis of the health effects of using the glycaemic index in meal-planning. British Journal of Nutrition, 92, 367–381

[15]  Esposito K., Kastorini C. Panagiotakos D., Giugliano D. (2011). Mediterranean Diet and Weight Loss: Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. Metabolic Syndrom and Related Disorders, Volume 9, Number 1, Pp. 1–12

[16] Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) e.V., Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) e.V. (Hrsg.). Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur "Prävention und Therapie der Adipositas". Version 2.0 (April 2014);  http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/050-001.html

[17] Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE). Vollwertig essen und trinken nach den 10 Regeln der DGE. Bonn, 9. Auflage (2013); http://www.dge.de/pdf/10-Regeln-der-DGE.pdf


 © ÖGE (2014)

7 Stufen zur Gesundheit –
die Österreichische Ernährungspyramide

Näheres zu den lebensmittelbasierten Empfehlungen finden Sie hier und unter www.bmg.gv.at